Pressemitteilung vom 8.03.2011
"Nur mit einem stabilen Wertefundament kann Leben gelingen": Austausch über die Bedeutung des Religionsunterrichts an den öffentlichen Schulen
Oberkirchenrat Detlev Bierbaum, Abteilungsleiter Gesellschaftsbezogene Dienste der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB), Eckhard Landsberger, Pädagogischer Direktor der ELKB, und Thomas Lillig, Ehrenvorsitzender der Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern e.V. trafen sich am vergangenen Donnerstag, 3. März, zu einem Austausch über die Themen Religionsunterricht und Wertevermittlung sowie Schulgeldersatz.
Einigkeit bestand über die Bedeutung des Religionsunterrichts: Religionsunterricht vermittle Glaubensinhalte und Werte, er sei für die Werteerziehung unserer Kinder unersetzlich. "Nur mit einem stabilen Wertefundament kann Leben gelingen", unterstrich Oberkirchenrat Detlev Bierbaum . Übereinstimmend wurde auch die in der Koalitionsvereinbarung angekündigte Erhöhung des Schulgeldersatzes für Schulen in kirchlicher Trägerschaft begrüßt.
Oberkirchenrat Detlev Bierbaum plädierte zudem für einen zentralen Platz des Religionsunterrichts im gesamten Schulleben: "Aus der sinnstiftenden Kraft des christlichen Glaubens heraus können alle Fragen, die junge Menschen bewegen, angesprochen und diskutiert werden. Auch im Rahmen der Schulseelsorge werden Kinder und Jugendliche bei der Bewältigung in ihren alltäglichen Problemen erfolgreich unterstützt." Ein Religionsunterricht solle daher mitten im Fächerkanon der allgemeinbildenden Schulen stehen.
Der Ehrenvorsitzende der Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern e.V., Thomas Lillig, unterstrich die Bedeutung von gelebtem Glauben im Religionsunterricht. "Ich erwarte mir, dass das Gebet, die Sakramente und die Feier des Gottesdienstes in kind- und jugendgerechter Sprache und Form einen festen Bestandteil des Religionsunterrichts darstellen", sagte Thomas Lillig. "Ziel der religiösen Übungen soll eine Vertrautheit mit den Riten des Glaubens sein, die ein Leben lang tragen. Dazu muss der Religionsunterricht als ordentliches Unterrichtsfach an allen öffentlichen Schulen in Bayern beitragen."
München, 8. März 2011
Andrea Seidel
Stellv. Pressesprecherin

