Oberkirchenrat Blumtritt eingeführt

Ein "leidenschaftlicher und besonnener" Mensch

Oberkirchenrat Stefan Blumtritt und Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm würdigte Oberkirchenrat Stefan Blum (links) bei dessen Einführung als einen Menschen, "der mit Herz und Verstand zupackt".

Bild: Minkus

Mit einem Gottesdienst in der Münchner Matthäuskirche ist am Dienstagabend Pfarrer Stefan Blumtritt als Leiter der Abteilung "Gesellschaftsbezogene Dienste" des Landeskirchenamts eingeführt worden.

Blumtritt hatte sein Amt als Oberkirchenrat in der bayerischen evangelischen Landeskirche bereits am 1. Dezeber 2019 angetreten. Er ist im Landeskirchenamt für die Bereiche Schule, Bildung, Diakonie, Sonderseelsorge, Medien und Umweltarbeit zuständig.

 

Landesbischof Bedford-Strohm überreichte das Amtskreuz und würdigte Blumtritt als Theologen, der die Menschen begeistern könne: "Blumtritt ist ebenso leidenschaftlich wie besonnen. Er ist ein Mensch, der mit Herz und Verstand zupackt." Der Theologe habe als Pfarrer in Garmisch-Partenkirchen und als Dekan in der Augsburger Region gezeigt, dass er Teams führen könne. Er sei nicht nur einer der Motoren im kirchlichen Reformprozess "Profil und Konzentration", sondern auch bekannt für seine "kulinarische Exzellenz" am Herd.

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Die Berührungspunkte zwischen bayerischer Landeskirche und Kultusministerium betonte Ministerialdirektor Herbert Püls: "Uns verbindet die Sorge um die gute Ausbildung junger Menschen", sagte der Amtschef in seinem Grußwort. Der Religionsunterricht leiste einen "unschätzbaren Beitrag zum Zusammenhalt der Gesellschaft". Kinder seien in den sozialen Medien rechtsextremistischer Propaganda und Hasskommentaren ausgesetzt. Die Kirche sei "unverzichtbarer Partner" für den Staat beim Erhalt einer freien und solidarischen Gesellschaft.

Der bayerische Diakoniepräsident Michael Bammessel sagte, Blumtritt sei aufgrund seines bisherigen diakonischen Engagements "bestens vorbereitet für sein Amt". Gleichwohl gebe es noch viel zu entdecken. Die Gesellschaft befinde sich in einer Situation, in der nicht immer klar sei, wie es zu laufen habe. Hier müssten sich Kirche und Diakonie gemeinsam in eine "Suchbewegung" begeben.

Reimers: "Ein toller Kollege"

Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel erklärte, dass sich das große Arbeitsfeld bei Blumtritt "in guten Händen" befinde. Der Pfarrer sei bestens informiert und habe die Fähigkeit, Wesentliches anzusprechen. Der kirchliche Personalchef Stefan Reimers würdigte Blumtritt als "tollen Kollegen", der seine Mitarbeiter "laufen lasse", sich aber auch traue, "brutal ehrlich" die eigene Meinung zu sagen.

Blumtritts Vorgänger, Oberkirchenrat Detlev Bierbaum, wurde im November 2019 nach 13 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Blumtritt ist gebürtiger Münchner und war zwischen 1999 und 2010 geschäftsführender Pfarrer in der Kirchengemeinde Garmisch-Grainau, ab 2010 Dekan in der Augsburger Region Nord-West. Seine Ehefrau Sabine Blumtritt ist Tanzpädagogin und Choreographin.


15.01.2020 / EPD