Die Ostermärsche der Friedensbewegung haben eine jahrzehntealte Tradition.
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Ostermarsch in Nürnberg und Fürth
Friedensdemo gegen Krieg
Im Angesicht vieler Krisen und Kriege auf der Welt rufen am Ostermontag wieder Friedensaktivisten zu Kundgebungen auf. Sie demonstrieren gegen Aufrüstung und für Versuche, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Über 100 Organisationen und Einzelpersonen verlangen die Beendigung der zur Zeit geführten Kriege und militärischen Interventionen, heißt es in einer Mitteilung des Nürnberger Friedensforums. Rednerinnen und Redner wollten dazu aufrufen, Bemühungen, den weltweiten Frieden zu erhalten, das Völkerrecht zu stärken und die Umsetzung der Forderungen der Vereinten Nationen zu unterstützen.
In ihrem Aufruf prangern die Veranstalter das europäische Aufrüstungsprogramm an und kritisieren den neuen Wehrdienst in Deutschland: "Die Vorstellung, Hochrüstung könne Konflikte zwischen Staaten befrieden, hat sich als falsch erwiesen", heißt es. Es brauche statt eines Wettrüstens mit aggressiver Kriegsrhetorik, Deeskalation und Kompromissbereitschaft und Perspektiven fruchtbarer Zusammenarbeit.
Die Hauptrede hält der Politikwissenschaftler und Gewerkschafter Michael Kraus, heißt es in der Mitteilung. Demonstrationszüge starten an mehreren Treffpunkten in Nürnberg und Fürth, die Abschlusskundgebung am Hauptmarkt ist um 15 Uhr, ein Friedensgebet ist um 16.30 Uhr in der Jakobskirche Friedensgebet.
Die Ostermärsche der Friedensbewegung haben eine jahrzehntealte Tradition. Die Teilnehmerzahl lag Ende der 60er Jahre sowie im Zuge der Debatte um den sogenannten Nato-Doppelbeschluss und während der Golfkriege bei mehreren hunderttausend. In den vergangenen Jahren beteiligten sich jeweils einige zehntausend Demonstranten an den Aktionen.
01.04.2026
epd