St. Stephan Bamberg

"1.000 Jahre - 1.000 Begegnungen"

Der Altarraum von St. Stephan in Bamberg

Der Vorgängerbau von St. Stephan wurde vor 1.000 Jahren durch Papst Benedikt VIII. geweiht.

Bild: Bild: St.Stephan/ Foto: Gerald Raab

Mit einem feierlichen Gottesdienst ist das Jubiläumsjahr zur 1.000-Jahr-Feier der St.-Stephans-Kirche in Bamberg eröffnet worden.

Der Vorgängerbau der heutigen evangelischen Dekanatskirche war ein Unikum im christlichen Abendland - nämlich das einzige Gotteshaus nördlich der Alpen, das von einem amtierenden Papst geweiht wurde. Benedikt VIII. vollzog diese feierliche Handlung am Osterfest des Jahres 1020 in Anwesenheit des deutschen Kaisers Heinrich II. und dessen Gemahlin Kunigunde.

Die ursprüngliche Stiftskirche St. Stephan, auf deren Grundfesten im 17. Jahrhundert der barocke Sakralbau neu errichtet wurde, sei durch Gebet, Verkündigung, Abendmahl und Taufe ein durch Gottes Gegenwart geheiligter Ort, erklärte die Bayreuther Regionalbischöfin Dorothea Greiner in ihrer Festpredigt. "Wir wissen uns verbunden mit allen, die in diesen 1000 Jahren sich hier vor Gott versammelt haben, egal ob sie katholisch oder evangelisch waren", bekräftigte Greiner.

Dekan Hans-Martin Lechner, Regionalbischöfin Dorothea Greiner und Pfarrer Walter Neunhoeffer beim Festgottesdienst

Freuen sich über 1000 Jahre St. Stephan: Dekan Hans-Martin Lechner, Regionalbischöfin Dorothea Greiner und Pfarrer Walter Neunhoeffer.

Bild: St.Stephan/ Foto: Gerald Raab

Regionalbischöfn:Jesu Liebe als Gegenbewegung zu Hass und Häme

Mit Blick auf den Heiligen Stephan, der als erster christlicher Märtyrer gesteinigt worden war, beklagte die Regionalbischöfin die Zunahme von Hass und Häme besonders im rechtspopulistischen Milieu. "Jesu Liebe, sein Erbarmen ist die größte, wirksamste Gegenbewegung zu Hass und Häme für die große weite Welt, für jede Familie."

"1.000 Jahre - 1.000 Begegnungen" ist das Leitwort des Jubiläumsjahres, das bis Dezember dauert und vor dem Hintergrund der besonderen katholischen und evangelischen Geschichte bewusst deutliche ökumenische Akzente setzt. So wird im Februar der traditionelle Bamberger Kunigundentag von beiden Konfessionen gemeinsam gefeiert. Offizieller Höhepunkt ist am 5. Juli ein Festgottesdienst mit dem bayerischen Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und dem Bamberger Erzbischof Ludwig Schick.


20.01.2020 / EPD