Wettbewerb 2020: "Begegnungen schaffen"

Diakonie zeichnet vorbildliche Projekte aus

Hier stellt die Diakonie Bayern die Preisträger des Wettbewebs 2020 „Begegnungen schaffen – Wir fördern ehrenamtliche Projekte zur Teilhabe“ vor.

Ehrenamtliche in Diakonie und Kirche engagieren sich auf vielfältige Weise für Menschen, um deren Teilhabe am öffentlichen Leben zu fördern. Solche Projekte zeichnet der Diakonie-Wettbewerb 2020 aus.

In diesem Jahr stand der Wettbewerb unter dem Motto „Begegnungen schaffen – Wir fördern ehrenamtliche Projekte zur Teilhabe“. Er fand 2020 große Resonanz. Bis zum Bewerbungsschluss am 31. Mai 2020 lagen 24 qualifizierte Einsendungen vor.

Der erste mit 2.000 Euro dotierte Preis geht an das Projekt "Mediakonie" Schweinfurt. Dort können sich junge Menschen mit Fluchterfahrung, die neu nach Schweinfurt kommen, ehrenamtlich engagieren. Sie drehen gemeinsam mit Einheimischen kurze Image-Filme über die Stadt Schweinfurt, die auf dem youtube-Kanal und der Instagram-Seite der Mediakonie veröffentlicht werden. So lernen sie ihre neue Heimat kennen und machen die Erfahrung, dass sie ihre Fähigkeiten in der Gruppe individuell einbringen können und gleichzeitig Teil einer Gemeinschaft sind. Der Preis wurde je zur Hälfte vom Versicherer im Raum der Kirchen (vrk) und der BKK Diakonie gespendet.

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Das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Bayreuth für Kinder mit geistigen Beeinträchtigungen erhält den zweiten, mit 1.500 Euro dotierten Preis, gespendet von der CURACON Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, für das Projekt „Faschingsumzug“. Die Idee stammt von einem Kind aus dem HPZ, Cornelius. Seit 2015 wirken die Kinder des HPZ, ihre Eltern und Betreuer*innen mit großer Begeisterung bei der Gestaltung ihres Umzugswagens für den Faschingszug in Bayreuth mit. Viele Ehrenamtliche engagieren sich bei diesem originellen Projekt, das Teilhabe und Inklusion ermöglicht: Das HPZ ist „mittendrin“ im Faschingsgetümmel.

3. Preis: Café Miteinand

Wie können Jugendliche mit geistiger Beeinträchtigung echte gesellschaftliche Teilhabe erfahren? Im ländlichen Raum ist dies besonders schwierig. Zwei tatkräftige Mütter der Kirchengemeinde Bad Tölz wussten Rat: Sie gründeten das „Café Miteinand“ im Dezember 2019. Innerhalb kürzester Zeit erlebte die Einrichtung regen Zulauf. Dort arbeiten ihre eigenen und andere Kinder mit geistiger Beeinträchtigung gemeinsam mit dem Team von Ehrenamtlichen, um die bunt gemischten Gäste zu bewirten. So entsteht Gemeinschaft, Austausch und ein wirkliches „Miteinander“. Dieses Inklusionsprojekt erhält den dritten mit 1.000 Euro dotierten Preis.

Die ersten Preisträger: die Mediakonie Schweinfurt

Zwei Sonderpreise der St. Gumbertus Stiftung Ansbach in Höhe von jeweils 1.000 Euro werden an die Diakonie Schweinfurt für das Tafel-Projekt „Young Gents“ sowie an die Kirchengemeinde Bad Aibling für das Corona-Hilfsprojekt „Brot & Rosen“ vergeben.

Im März 2020 musste die Schweinfurter Tafel in Folge der Corona-Krise ihre Lebensmittelausgabe einstellen: Die Ehrenamtlichen konnten aufgrund ihres Alters oder ihres Gesundheitszustandes das Angebot nicht mehr aufrechterhalten. Die „Young Gents“, neun junge Männer mit Flucht- oder Migrationshintergrund, sprangen ein und motivierten innerhalb kürzester Zeit 70 neue ehrenamtliche Helfer*innen für das Tafel-Projekt, über die Hälfte von ihnen junge Menschen mit Fluchterfahrung oder Migrant*innen. So konnte nach nur zwei Wochen die Tafel wieder geöffnet und die Versorgung von 4.000 Hilfsbedürftigen gesichert werden. 

Sonderpreis: "Brot und Rosen" in Bad Aibling

In Anspielung auf die Heiligenlegende der Elisabeth von Thüringen wurde das Corona-Hilfsprojekt „Brot & Rosen“ in der Kirchengemeinde Bad Aibling entwickelt. Mehr als 100 Ehrenamtliche zwischen 15 und 80 Jahren versorgen seit dem Beginn der Corona-Pandemie Bedürftige, die z. B. durch die Quarantäne nicht außer Haus gehen können, mit Lebensmittelkörben, Schutzmasken und schenken ihnen Rosen.

Die Preisverleihung für die drei regulären Preise und die beiden Sonderpreise sollte ursprünglich auf der Messe „ConSozial“ am 29. Oktober 2020 in Nürnberg stattfinden, die jedoch wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde. Die Preise werden darum jeweils regional von Vorstandsmitgliedern der Diakonie Bayern übergeben. Diese kleineren, nicht öffentlichen Events mit geladenen Gästen finden zwischen dem 20. und dem 27. Oktober 2020 unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen statt. 


22.10.2020 / Diakonie Bayern