Israelsonntag

Der Ursprung des Christentums

Israelsonntag

Das Volk Israel spielt eine herausragende Rolle in der Geschichte Gottes mit den Menschen.

Bild: istock-DedMityay

Der Israelsonntag ist der zente Sonntag nach Trinitatis. Er bietet eine Gelegenheit, sich mit den jüdischen Wurzeln des Christentums auseinanderzusetzen..

Wie der christliche Glaube ist auch der „Israelsonntag“ jüdischen Ursprungs. Er wird am zehnten Sonntag nach Trinitatis begangen, elf Wochen nach Pfingsten. Damit liegt er in zeitlicher Nähe zum 9. Tag des jüdischen Monats Aw. An diesem Tag wird im Judentum der Zerstörung sowohl des salomonischen Tempels durch die Babylonier 586 vor Christus als auch des herodianischen Tempels durch die Römer im Jahr 70 nach Christus gedacht.

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An diesem Sonntag stand seit jeher das Verhältnis zwischen Christen und Juden im Mittelpunkt. Früher versuchten Christen Juden zur Taufe zu bewegen. Heute nutzt die Kirche den Tag, ihrer eigenen Schuld bei der Verfolgung und Ermordung der Juden durch die Nationalsozialisten zu gedenken.

Der Israelsonntag macht bewusst, wie das Neue Testament aus der Glaubensgeschichte Israels als Gottes erwähltem Volk schöpft. Als Evangelium des Sonntags wird deshalb auch Markus 12, 28-34 vorgeschlagen: Jesus bekräftigt als höchstes Gebot das „sch'ma Jisrael“, das Glaubensbekenntnis Israels: „Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein.“ Violett ist die Liturgische Farbe des Israelsonntags, das ist die Farbe für Buße und Veränderung.


20.08.2019 / EKD/kirchenjahr-evangelisch.de