Das Osterfest ist das wichtigste christliche Fest des Jahres.

Das Osterfest ist das wichtigste christliche Fest des Jahres.

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Predigten zu Ostern

"Ostern vertröstet nicht auf später"

Ostern kann Mut, Zuversicht und Hoffnung in schwierigen Zeiten geben, so die Regionalbischöfinnen und Bischöfe in ihren Osterbotschaften.

"Ostern feiert das Leben, das pralle, volle, glückliche Leben. Ich bin fest davon überzeugt: Genau das braucht die Welt gerade. Dringend." Landesbischof Christian Kopp betonte in seiner Predigt am Ostersonntag in München, wie wichtig gerade in aufwühlenden Zeiten die Osterbotschaft ist. "Der Krieg Russlands gegen die Ukraine sprengt alle Vorstellungen von Gerechtigkeit. Die Eskalationen im Nahen Osten entsetzen mich. Aber gerade weil jetzt Ostern ist und ich an Gottes Machtwechsel glaube, gilt: Krieg darf nach Gottes Willen nicht sein. Never ever," so Kopp weiter und zeigte auf die Hoffnung, die in der Osterbotschaft verborgen ist, denn: "Die Macht wechselt die Seite, das Leben gewinnt. Und das verändert was."

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Jesu Auferweckung ist der Gamechanger
Regionalbischöfin Berthild Sachs hat in ihrer Predigt in der Stadtkirche Bayreuth an Ostersonntag aus dem Korintherbrief gelesen und folgerte: "Ostern ist nicht das Ende. Vielleicht ist uns das im Jahr 2026 sogar deutlicher als jenen ersten Christinnen und Christen in Korinth. Sie rechneten täglich, stündlich mit dem Ende von Zeit und Welt. Wir tun das nicht." Sachs weiter: "Ostern bedeutet, dass Gott seine große Geschichte, die er mit Adam begonnen hat, nicht dem Tod überlässt. Ostern lädt ein, ganz kühn und groß zu denken."

„Ostern widerspricht der Logik des Todes“ 
Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern feierte Gottesdienst mit Abendmahl am Ostersonntag in der Lorenzkirche Nürnberg. "Der Glaube an die Auferstehung befähigt Christinnen und Christen, sich zu Verbündeten des Lebens zu machen: im Einsatz für Frieden, im Dasein für Verwundbare und im beharrlichen Vertrauen, dass Gottes Möglichkeiten größer sind als die Kräfte des Todes," betonte die Regionalbischöfin und las das Gedicht „Ein Leben nach dem Tode“ von Marie-Luise Kaschnitz eröffnet einen poetischen Resonanzraum für die christliche Hoffnung. Kaschnitz` leise, weite Sprache beschreibt Gottes kommende Welt, die von Liebe, Heilung, Zugewandtheit und Frieden getragen ist.

Christus ist auferstanden und hat unser Leben weit gemacht
Regionalbischof Thomas Prieto Peral predigte Ostern in München  und reagierte in seiner Predigt auch auf aktuelle Themen: "Auch wenn immer wieder behauptet wird, auf das Böse in der Welt kann man nur mit Gewalt reagieren. Dann ruft uns Ostern in die Verantwortung. Der Tod kann nicht mit Tod bekämpft werden, sondern nur durch das Leben. Dadurch, dass Leben geachtet, Gerechtigkeit gestärkt und das Recht aufgerichtet wird." Prieto Peral betonte die deutliche Botschaft, die die Auferstehung Jesu und die Überwindung des Todes an die Menschen gibt: "Seine Auferstehung sagt der Welt: Keine Macht ist absolut. Keine Gewalt ist endgültig. Kein System hat das letzte Wort."

05.04.2026
ELKB