Pressemitteilung vom 26.03.2026
Landessynode in Bayreuth beendet
Bayreuth, 26. März 2026 – Die konstituierende Tagung der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) ist am Donnerstag im oberfränkischen Bayreuth zu Ende gegangen. Im Mittelpunkt der Sitzungen standen zahlreiche Wahlen für das Präsidium und die ständigen Ausschüsse. Außerdem wurde ein Gesetz zur Verwaltungsreform beschlossen.
Neues Präsidium und neue Ausschüsse bestimmt
Die Synodalen wählten das Präsidium der Landessynode, eines der vier kirchenleitenden Organe, mit der Richterin Tanja Keller aus München als Synodalpräsidentin, dem Studenten Luca-Fynn Schieblich aus Kulmbach als ersten Vizepräsidenten und dem Pfarrer Frank Bienk aus Günzburg als zweitem Vizepräsidenten. Zudem bestimmte die Synode die weiteren zwölf Mitglieder des Landessynodalausschusses, dem das Präsidium automatisch angehört, für die kommenden sechs Jahre. Alle weiteren zwingend durchzuführenden Wahlen und Bestellungen wurden durchgeführt. Damit sind die Gremien für die künftige Arbeit gut aufgestellt, freut sich die Synodalpräsidentin: „Ich erlebe die neue Synode als engagiert, vielfältig und sehr arbeitsfähig. In den vergangenen Tagen ist deutlich geworden, wie viel Kompetenz und Verantwortungsbereitschaft hier zusammenkommt. Ich bin zuversichtlich, dass wir als Synode die anstehenden Herausforderungen der Transformation unserer Kirche gemeinsam mit dem Landesbischof und dem Landeskirchenrat verantwortungsvoll gestalten.“
Erstes Gesetz zur Verwaltungsreform beschlossen
Mit dem heute beschlossenen Gesetz zur Umsetzung der Verwaltungsreform hat die Landessynode die erste Gesetzesvorlage dieser Synodalperiode verabschiedet. Das Gesetz tritt am 1. Mai 2026 in Kraft. Ziel der Reform ist es, die Verwaltungsstrukturen auf der mittleren Ebene der Landeskirche – etwa in Kirchengemeindeämtern, Verwaltungsstellen und Verwaltungszweckverbänden – zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Hintergrund sind unter anderem sinkende finanzielle Ressourcen, zunehmende Anforderungen an Digitalisierung sowie demografische Veränderungen.
Das Gesetz sieht eine verbindliche Zusammenarbeit in Regionalverwaltungen vor. Durch gemeinsame Steuerung sowie abgestimmte Finanz- und Personalplanung sollen Effizienz und Zukunftsfähigkeit verbessert werden. Zudem wird das Meldewesen stärker zentralisiert; ein entsprechendes Kompetenzzentrum soll ab 2027 schrittweise aufgebaut werden. Oberkirchenrat Florian Baier betonte: „Gemeinsam wollen wir diesen Weg konsequent fortführen, um auch in Zeiten zurückgehender finanzieller Mittel eine qualifizierte Verwaltung gewährleisten zu können.“ Weitere Beschlüsse zur Verwaltungsreform sind für die Herbstsynode 2026 geplant.
Fragestunde zur kirchlichen Kommunikationsarbeit
In einer Fragestunde befasste sich die Landessynode mit der Weiterentwicklung der kirchlichen Medienarbeit. Im Mittelpunkt standen Fragen zur künftigen Ausrichtung von Organisationskommunikation und evangelischer Publizistik.
Oberkirchenrat Stefan Blumtritt machte deutlich, dass die Wirksamkeit der Kommunikation Priorität haben müsse. Gleichzeitig solle, wie von Anfang an angekündigt, die evangelische Publizistik in den Bereichen Nachrichtenagentur (epd), Fernsehen (efs) und Privatradio (efa) in ihrer Eigenständigkeit erhalten werden. Zur weiteren Ausrichtung der evangelischen Publizistik haben Landeskirche und Evangelischer Presseverband einen gemeinsamen Gesprächsprozess aufgenommen. Die Synode wird den Prozess weiter begleiten; dazu ist die Einrichtung einer Begleitgruppe vorgesehen.
Nächste Tagung der Landessynode im Herbst
Die nächste Sitzung der Landessynode findet vom 22. bis 25. November 2026 in Amberg statt. Im Mittelpunkt wird die Verabschiedung des Haushalts 2027 stehen.
Die Landessynode ist eines der vier kirchenleitenden Organe der ELKB. Ihre 108 Mitglieder beraten und entscheiden über grundlegende Fragen des kirchlichen Lebens, beschließen Gesetze, verantworten den Haushalt der Landeskirche und wählen die Landesbischöfin bzw. den Landesbischof.
München/Bayreuth, 26. März 2026
Christine Büttner, Pressesprecherin
26.03.2026
München/Bayreuth, Christine Büttner, Pressesprecherin