steigende Mieten, Krankheit, Trennung oder der Verlust des Arbeitsplatzes können dazu führen, dass dieses Zuhause plötzlich auf dem Spiel steht.

Steigende Mieten, Krankheit, Trennung oder der Verlust des Arbeitsplatzes können dazu führen, dass dieses Zuhause plötzlich auf dem Spiel steht.

Bild: Diakonie Bayern

Herbstsammlung 2026

Wohnungsnot trifft immer mehr Familien

Vom 12. bis 18. Oktober ruft die Diakonie Bayern im Rahmen ihrer Herbstsammlung zur Unterstützung der Wohnungsnotfallhilfe auf. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr besonders Familien, die von Wohnungsnot betroffen sind.

Mehr als 40.000 Menschen waren zum Stichtag 31. Januar 2026 in Bayern wegen Wohnungslosigkeit untergebracht. Knapp 10.000 von ihnen waren minderjährig, insgesamt rund 14.000 jünger als 25 Jahre. Nicht erfasst sind dabei Menschen, die auf der Straße leben oder vorübergehend bei Freunden und Verwandten unterkommen.

"Diese Zahlen zeigen, dass Wohnungslosigkeit längst kein Randphänomen ist. Besonders bedrückend ist, wie viele Kinder und Jugendliche betroffen sind", sagt Dr. Sabine Weingärtner, Präsidentin der Diakonie Bayern. "Ein Zuhause bedeutet Schutz, Sicherheit und einen verlässlichen Ort zum Leben. Gerade Kinder brauchen einen Rückzugsort, Platz zum Lernen und ein Umfeld, in dem sie sich entwickeln können."

Die Ursachen von Wohnungsnot sind vielfältig. In vielen Regionen Bayerns fehlt bezahlbarer Wohnraum. Steigende Mieten und Lebenshaltungskosten verschärfen die Situation zusätzlich. Auch eine Trennung, Krankheit oder eine Eigenbedarfskündigung können dazu führen, dass Menschen ihre Wohnung verlieren. Dabei geraten zunehmend auch Familien und Haushalte mit mittlerem Einkommen unter Druck.

Die Wohnungsnotfallhilfe der Diakonie setzt möglichst früh an. Fachstellen zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit und soziale Beratungsstellen unterstützen Menschen, wenn der Verlust der Wohnung droht. Sie klären Ansprüche, begleiten im Kontakt mit Ämtern und Vermietern und suchen gemeinsam mit den Betroffenen nach Lösungen. Ist Wohnungslosigkeit bereits eingetreten, bietet die Diakonie ambulante, teilstationäre und stationäre Hilfen. Hinzu kommen besondere Angebote für Frauen, Alleinerziehende und Familien.

Herbstsammlung 2026

Bild: Diakonie Bayern

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Spenden online unter www.diakonie-bayern.de oder an:

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"Wohnungslosigkeit lässt sich am besten verhindern, bevor sie entsteht“, betont Weingärtner. "Deshalb benötigen wir Beratungsangebote, die frühzeitig ansetzen und schnell handeln können. Und wir brauchen genügend bezahlbaren Wohnraum. Beratung kann viel bewirken – eine eigene Wohnung kann sie am Ende aber nicht ersetzen."

Für die Diakonie ist Wohnen dabei mehr als eine sozialpolitische Frage. "Wer sein Zuhause verliert, darf nicht aus dem Blick geraten. Unsere Aufgabe ist es, Menschen in einer solchen Situation zur Seite zu stehen und ihnen Wege zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu eröffnen."

Eröffnet wird die diesjährige Herbstsammlung der Diakonie mit einem Festgottesdienst am 11. Oktober um 9.00 in der Christuskirche Sulzbach-Rosenberg durch die Diakonie-Vorständin Sandra Schuhmann sowie Dekanin Ulrike Dittmar.

Mit der Herbstsammlung bittet die Diakonie Bayern um Unterstützung für diese Arbeit. Die Spenden helfen, Angebote der Wohnungsnotfallhilfe zu stärken und Menschen in akuten Notlagen zu begleiten.

Spenden können über das eigene evangelisch-lutherische Pfarramt oder direkt an das Diakonische Werk Bayern überwiesen werden.

08.10.2026
Diakonie Bayern

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