Die Zahl wohnungsloser Frauen bleibt weiterhin alarmierend hoch.
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Fachtagung der Diakonie
Wohnungslosigkeit von Frauen
Mit einem Fachtag zur Situation wohnungsloser Frauen will die Diakonie München und Oberbayern am 24. Juni auf spezifische Problemlagen und Unterstützungsbedarfe aufmerksam machen. Unter dem Titel "60-30-15-1 - Wir sind für Frauen da!" stehen im Kulturhaus Milbertshofen insbesondere Gewalterfahrungen, gesundheitliche Belastungen und strukturelle Herausforderungen im Mittelpunkt.
Anlass der Veranstaltung sind vier Jubiläen zentraler Einrichtungen für Frauen in prekären Lebenslagen: 60 Jahre Evangelischer Beratungsdienst für Frauen, 30 Jahre Frauenobdach "Karla 51", 15 Jahre "Lebensplätze für Frauen im Lieberweg" sowie ein Jahr "Lebensplätze für Frauen Am Loferfeld", heißt es in der Mitteilung. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist allerdings erforderlich.
Frauen ohne eigene Wohnung blieben häufig unsichtbar, teilte die Diakonie mit. Viele versuchten, ihre Situation zu verdecken, etwa durch vorübergehende Unterkünfte bei Bekannten oder durch Zweckbeziehungen. Rund 40 Prozent der Hilfesuchenden im Wohnungslosen-Hilfesystem seien Frauen. Neben fehlendem Wohnraum seien viele Betroffene zusätzlichen Belastungen ausgesetzt. Dazu zählten etwa Gewalterfahrungen.
Der Fachtag nimmt unter anderem die Situation von Frauen nach der Trennung von gewalttätigen Partnern in den Blick, die oft eine besonders unsichere Phase darstelle. Zudem geht es um Wege, psychisch erkrankte wohnungslose Frauen besser zu erreichen und zu unterstützen. Auch übergeordnete Entwicklungen und Rahmenbedingungen in der Wohnungslosenhilfe sollen thematisiert werden.
03.06.2026
Diakonie München