Die bayerische evangelische Landeskirche erprobt ein neues Projekt. Die 'Erfrischende Kirche' soll hitzegeplagte Menschen abkühlen: durch kühle Räume, Wasser oder Möglichkeiten zum Füßehochlegen. Bayernweiter Start soll 2027 sein.

Die bayerische evangelische Landeskirche erprobt ein neues Projekt. Die "Erfrischende Kirche" soll hitzegeplagte Menschen abkühlen: durch kühle Räume, Wasser oder Möglichkeiten zum Füßehochlegen. Bayernweiter Start soll 2027 sein.

Bild: ELKB

Kühle Kirchen

Kühle Zuflucht an heißen Tagen

Wenn die Temperaturen steigen, öffnen evangelische Kirchen in Bayern auch in diesem Jahr wieder ihre Türen – als stille, kühle Schutzräume für alle und das neue Projekt "Erfrischende Kirchen" der ELKB wird erprobt.

Dicke Mauern, hohe Decken und kein Konsumzwang: Einfach hereinkommen, durchatmen, ankommen und oft mitten in der Stadt. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern beteiligt sich an der bundesweiten Aktion #KühleKirche und lädt Menschen ein, bei Hitze in ihre Gebäude zu kommen.

Die Aktion wurde von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Diakonie Deutschland ins Leben gerufen: An besonders heißen Tagen öffnen Kirchengemeinden ihre Türen und bieten Schutz vor der Hitze. In vielen Städten und Kommunen ist das Konzept mittlerweile sogar Bestandteil kommunaler Hitzeschutzpläne.  

Dass Kirchengebäude natürliche Kühle bieten, liegt an ihrer Bauweise: dicke Steinmauern, hohe Decken und kaum direkte Sonneneinstrahlung halten die Innentemperatur auch bei großer Hitze angenehm niedrig – ganz ohne Klimaanlage und damit ohne zusätzlichen Energieverbrauch. 

Besonders hilfreich ist es, wenn Menschen vor Ort nicht nur nach dem Rechten sehen, sondern auch mit bequemen Sitzmöglichkeiten, Büchern oder Brett- und Kartenspielen – und einem Glas Wasser – zur Seite stehen. 

Wer in München eine kühle Kirche in seiner Nähe sucht, findet sie auf der Karte der kühlen Orte im GeoPortal der Stadt.

Passend zur anstehenden Hitzewelle hat die bayerische evangelische Landeskirche ein Pilotprojekt am Laufen: kühle Kirchenräume als Orte zum Ausruhen anbieten. Erprobt werde die „Erfrischende Kirche“ - so der Name der Kampagne - derzeit von sieben Kirchengemeinden und zwei Dekanaten, sagte der landeskirchliche Tourismusreferent Karsten Schaller dem Evangelischen Pressedienst (epd). Im kommenden Jahr soll die „Erfrischende Kirche“ in ganz Bayern offiziell an den Start gehen.

Wegen des Klimawandels gebe es mehr Hitzetage, sagte Schaller. Die Kirchen wollten daher ihre Türen öffnen für Menschen, die eine Erholungspause brauchen. Einige Kirchen böten neben kühlen Räumen auch Wasser, Eisbonbons oder Segenskarten zur „innerlichen Erfrischung“ an. Vor allem brauche es die Möglichkeit, die Füße hochzulegen. Angedacht seien auch Klapp-Liegestühle zum Entspannen sowie Erfrischendes für alle Sinne, zum Beispiel Düfte und Musik. Beteiligt seien aktuell etwa Lindau, Oberstdorf, Steinach a.d. Ens, Berchtesgaden, Regen und Bodenmais im Bayerischen Wald.

17.06.2026
ELKB

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