Pressemitteilung vom 02.12.2019

Entscheidung im Architekturwettbewerb für evangelischen Bildungscampus

Landeskirchliche Immobilie in Nürnberg soll zu einem Ort für Bildung, Begegnung und Beratung umgestaltet werden: drei Preise vergeben

Die Preisträger für den Architekturwettbewerb für die Immobilie im Besitz der bayerischen Landeskirche in der Bayreuther Straße 1 in Nürnberg sind ausgewählt. Unter dem Vorsitz von Prof. Markus Allmann hat das Preisgericht, bestehend aus Architekten, Landschaftsarchitekten, Vertretern der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) und der Stadt Nürnberg, drei Preise und eine Anerkennung vergeben. 

Den ersten Preis gewannen die Architekturbüros Carmody Groarke Ltd. aus London und Riehle+Assoziierte GmbH+Co. KG, Stuttgart, in Zusammenarbeit mit dem Büro Jonathan Cook Landscape Architects, London. Auf Platz zwei folgte das Architekturbüro Franz und Sue ZT GmbH aus Wien in Zusammenarbeit mit EGKK Landschaftsarchitektur, Wien. Der dritte Preis ging an das Architekturbüro Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten + Stadtplaner Part GmbB aus Nürnberg in Zusammenarbeit mit club L94 Landschaftsarchitekten GmbH, Köln.

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„Wir freuen uns über die einladenden und ausdrucksstarken Entwürfe“, würdigte Oberkirchenrat Stefan Ark Nitsche, Mitglied des Projektlenkungsausschusses der ELKB, die Preisentwürfe. „Die Aufgabe stellte hohe Anforderungen an die Architektur, besonders bei der Fassadengestaltung. Alle drei Entwürfe zeigen mit ihrer Ensemblekonzeption, wie Raum für Bildung, Forschung und Begegnung attraktiv gestaltet werden kann.“ 

Evangelischer Campus Nürnberg – ein neuer Ort für Bildung, Begegnung und Beratung

Den Architekten war die Aufgabe gestellt worden, die ehemalige Oberpostdirektion aus dem Jahr 1972 zu einem Evangelischen Campus Nürnberg umzugestalten. Mit der Evangelischen Hochschule Nürnberg (EVHN), den Fachakademien Rummelsberg und weiteren christlichen Trägern kann dort am Rathenauplatz ein neuer Ort für Bildung, Begegnung und Beratung entstehen. Damit will die evangelische Kirche an einem weiteren zentralen Ort mitten in der Stadt Nürnberg sichtbar und erlebbar werden. Zugleich will die Landeskirche mit Vermietungen von Flächen, beispielsweise an kommunale Verwaltungseinheiten oder privatwirtschaftliche Unternehmen, einen Beitrag zur Finanzierung kirchlicher Arbeit erwirtschaften.

Die Weiterentwicklung des Gebäudes in dieser zentralen Lage ist auch städtebaulich ein großer Gewinn für Nürnberg. Durch einen umfassenden Architekturwettbewerb sollte eine bauliche Lösung für die Umnutzung und Ergänzung gefunden werden. Im Juli 2019 hatte die ELKB diesen Architekturwettbewerb für die Immobilie ausgelobt. Zur Teilnahme wurden 15 Architekturbüros in Zusammenarbeit mit Büros für Freianlagenplanung eingeladen.

Die Wettbewerbsaufgabe

Gegenstand der Wettbewerbsaufgabe war die Schaffung eines zukunftsweisenden Ensembles, das in innovativer und zugleich wirtschaftlicher Form Raum für Begegnung und Kommunikation, Ausbildung, Lehre und Forschung schafft und zeitgemäße Arbeitsplätze bietet.

Das Flächenprogramm im Wettbewerb sah Flächen für Bildungsinstitutionen vor, darunter für die Evangelische Hochschule Nürnberg, für die Fachakademien der Rummelsberger Diakonie e.V., für die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.  und das Christliche Jugenddorfwerk. Neben Flächen für Büro und Verwaltung waren allgemeingenutzte Bereiche wie Konferenzzentrum, Hostel, gastronomische Angebote und eine Kindertagesstätte in der Wettbewerbsplanung enthalten.

Ausstellung der Architekturentwürfe

Die Preisträgerentwürfe sowie alle weiteren eingereichten Wettbewerbsarbeiten werden ab Montag, 2. Dezember 2019, um 12 Uhr in der Galerie (1. UG) in einer öffentlichen Ausstellung in der Immobilie gezeigt. Sie können bis 6. Dezember 2019 zu den allgemeinen Geschäftszeiten
(10 bis 17 Uhr) besichtigt werden.  


02.12.2019 / München, Andrea Seidel, Stellv. Pressesprecherin