Das Friedensdenkmal in der japanischen Küstenstadt Hiroshima, auch unter „Atombombenkuppel“ bekannt, erinnert an die Opfer der Atombombe vom 6. August 1945. Das Gebäude ist noch im selben Zustand wie kurz nach der Detonation.

Das Friedensdenkmal in der japanischen Küstenstadt Hiroshima, auch unter „Atombombenkuppel“ bekannt, erinnert an die Opfer der Atombombe vom 6. August 1945. Das Gebäude ist noch im selben Zustand wie kurz nach der Detonation.

Bild: GettyImages

Hiroshima und Nagasaki

Friedensgruppen erinnern an Atombombenabwürfe

Mit einer Mahnwache erinnert ein Bündnis aus Friedens- und Menschenrechtsgruppen am 6. August an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki 1945. Es fordert außerdem die weltweite atomare und konventionelle Abrüstung

Zum 81. Jahrestag der US-Atombombenabwürfe über den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki gedenkt ein Bündnis aus mehreren mittelfränkischen Friedens- und Menschenrechtsgruppen der Opfer. Am Donnerstag (6. August) lädt das Bündnis zwischen 20.30 Uhr und 22.30 Uhr auf der Museumsbrücke in Nürnberg zur Mahnwache ein, heißt es in einer Mitteilung vom Partnerschaftszentrum Mission EineWelt vom Montag.

Bei der Veranstaltung soll nicht nur an die Atombombenabwürfe von 1945, sondern auch an Atombombentests im Südpazifik erinnert werden, hieß es weiter. Es werde unter anderem ein Text der Überlebenden dieser Atomtests verlesen, außerdem gebe es Informationsbeiträge, Lyrik und Musik. Die Veranstaltung sei auch eine Mahnung zum Ausstieg aus der Nutzung von Kernenergie und zur weltweiten atomaren und konventionellen Abrüstung mit konkreten Forderungen an die Adresse der Bundesregierung, teilten die Organisatoren mit.

Am 6. August 1945 wurde erstmals eine Atombombe in einem Krieg eingesetzt, als die USA die Bombe über der japanischen Stadt Hiroshima abwarfen. Drei Tage später erfolgte der Abwurf einer weiteren Atombombe auf die Stadt Nagasaki. Die Explosionen töteten etwa 100.000 Menschen sofort, es handelte sich fast ausschließlich um Zivilisten. Weitere 130.000 Menschen starben bis Ende 1945 an den unmittelbaren Folgen der Strahlung.

Zum Bündnis in Mittelfranken gehören neben Mission EineWelt das Nürnberger Evangelische Forum für den Frieden, das Friedensmuseum Nürnberg, die Pazifik-Informationsstelle der bayerischen Landeskirche und die Deutsche Sektion der Internationalen Ärztinnen und Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärztinnen und Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.

04.08.2026
epd