„7 Wochen Ohne“ schlägt in diesem Jahr vor, auf Härte zu verzichten und stattdessen „mit Gefühl“ vorzugehen.
Bild: 7 Wochen Ohne
7 Wochen ohne
2. Woche: Weite
Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte, dass du mein Elend ansiehst und kennst die Not meiner Seele und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes; du stellst meine Füße auf weiten Raum.
Psalm 31,8–9 aus der Lutherbibel von 2017
Nun möchte ich Ihr Augenmerk auf ein besonders eindrückliches Bild in Psalm 31 richten, das man leicht übersehen kann. Direkt auf die schönen Worte über die Rettung vor den Feinden, die für diese Woche ausgesucht wurden, gleich auf das wundervolle Bild von den Füßen auf weitem Raum, schlägt die Stimmung um.
Da heißt es: „HERR, sei mir gnädig, denn mir ist angst! Mein Auge ist trübe geworden vor Gram, matt meine Seele und mein Leib“ (Vers 10). Das ist eine Beschreibung, die über bloße Angst hinausgeht. Das wird bereits in der deutschen Übersetzung deutlich. Die Augen sind trübe vor lauter Leid und lassen kaum noch Licht herein. So werden selbst die Seele und der ganze Körper matt. Spannend ist, dass im Hebräischen die Augen tatsächlich als das Einfallstor zum Ich gelten. Was durch sie hereinkommt, hat einen direkten Einfluss auf die ganze Person. Was Luther hier mit „Seele“ übersetzt, heißt auf Hebräisch „Kehle“ und meint die Lebendigkeit. Der Leib, von dem hier die Rede ist, ist wörtlich der gesamte Unterleib, die Basis des Körpers und allen Gefühls. Das Trübe, das hier durch die Augen kommt, trübt das ganze Sein...
Die ganze Fastenmail von Frank Muchlinsky finden Sie hier.
In der Fastenzeit veranstaltet 7 Wochen Ohne immer freitags von 16 bis 17:30 Uhr einen Online-Bibliolog, an dem Sie über Zoom teilnehmen können.
25.02.2026
7 Wochen Ohne