Weltflüchtlingstag

Ein ernstes Spiel

Ausschnitt aus dem Entscheidungsspiel 'Auf und davon'

Ein "Serious game" zum Thema Flucht und Migration hat Mission EineWelt entwickelt. Darin begleitet man unter anderem den jungen Syrer Samir auf seiner Flucht.

Bild: Mission EineWelt

Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni ruft der UNHCR zur Solidarität mit Asylsuchenden auf. Ein "Ernstes Spiel" von Mission EineWelt lädt dazu ein, die Entscheidungen von Geflüchteten nachzuvollziehen.

Sie setzen alles auf die eine Karte: es über das Mittelmeer zu schaffen auf der Suche nach Asyl, Sicherheit, Arbeit und einem besseren Leben. Dabei wissen sie oft noch nicht einmal, was sie erwartet und welche Entscheidungen auf dem Weg noch zu treffen sind. Häufig ist sogar das eigentliche Ziel des Weges noch nicht bekannt.

Asylsuchenden, Binnenvertriebenen, Staatenlosen und RückkehrerInnen auf der ganzen Welt ist der 20. Juni gewidmet, den die UN-Vollversammlung zum zentralen internationalen Gedenktag für Flüchtlinge ausgerufen hat. Dieser Tag wird in vielen Ländern von Aktivitäten und Aktionen begleitet, um auf die besondere Situation und die Not von Millionen Menschen auf der Flucht aufmerksam zu machen und ihre Hoffnungen und Sehnsüchte nach einem besseren Leben zu würdigen.

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Mit dem Entscheidungsspiel "auf und davon" hat Mission EineWelt eine Möglichkeit geschaffen, sich in fiktive Geschichten von Migrantinnen und Migranten hineinzuversetzen. Mit Hilfe von „Migrationsgeschichten“ wird gezeigt, wie schwierig es für Menschen ist, die ihr eigenes Land verlassen möchten oder müssen – sei es aus politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen oder sozialen Gründen. Das Spiel ist ernst, denn für Samir aus Syrien, Ramin aus dem Irak, die Brasilianerin Talita, und Eneke aus Nigeria steht immer wieder alles auf dem Spiel: ihre Zukunft, ihre Freiheit, manchmal ihr Leben. Entscheidungen bringen sie weiter, führen sie im Kreis oder kosten sie das Leben. Dabei spielen auch äußere Umstände wie gesetzliche Regelungen und wirtschaftliche Abkommen eine entscheidende Rolle für den Verlauf der Geschichten. Auch ein deutscher Geflüchteter ist dabei: Die Geschichte des Donauschwaben Josef aus dem Jahr 1944 erinnert an die Zeit, in der auch Deutsche fliehen mussten.

Umfangreiches Informationsmaterial

Zusätzlich zu dem Spiel bietet die Homepage Flucht-und-Migration.org eine multimediale Zusammenstellung von Informationen über weltweite Fluchthintergründe und die Situation in Deutschland sowie eine umfangreiche Materialsammlung. Außerdem hat Mission EineWelt hat zum Thema „Migration und Flucht“ weitere Arbeitsmaterialien (eine Wanderausstellung, Plakate, Postkarten Informationsflyer) für die Arbeit in der Gemeinde erstellt, die über das Partnerschaftscentrum bezogen werden können.


19.06.2016 / ELKB