Nürnberg

Erster Nürnberger Pflegepreis verliehen

Pflegemotiv Diakonie

Das Tageshospiz in Nürnberg-Mögeldorf bietet bietet schwerstkranken Menschen Betreuung, therapeutische Beschäftigung, Hospiz- und Palliativpflege sowie Versorgung an.

Bild: Diakonie Bayern

Die Stadt Nürnberg hat erstmals den mit insgesamt 10.000 Euro ausgelobten Nürnberger Pflegepreis vergeben. Über den ersten Preis freut sich der Evangelische Gemeindeverein Nürnberg-Mögeldorf.

Innovative Modelle und Ansätze in der Pflege anzuregen, herausragende Leistungen in der Pflege zu würdigen und das Bild der Pflege in der Öffentlichkeit zu verbessern - das soll der Nürnberger Pflegepreis bewirken, den die Stadt 2019 erstmals verliehen hat. Am 5. November 2019 wurden in einer Festsitzung im Heilig-Geist-Saal unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly die herausragenden Leiostungen gewürdigt und die Preise übergeben.

Den ersten, mit 4.000 Euro dotierten Preis erhielt der Evangelische Gemeindeverein Nürnberg-Mögeldorf für das Projekt "Menschen auf dem letzten Weg begleiten, oder: ein sinnerfülltes Leben bis zuletzt". Dabei handelt es sich um ein Pilotprojekt zur umfassenden Hospiz- und Palliativversorgung von betroffenen Menschen. Neben dem Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst sowie dem stationären Hospiz der Diakonie Mögeldorf wird die Versorgung nun durch ein neues Tageshospiz und eine integrierte Wohngemeinschaft zu einem stetig dichter werdenden Netz ausgebaut.

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Ziel des umfassenden hospizlichen und palliativen Konzepts ist es, schwerstkranke und sterbende Menschen in schwierigen persönlichen Lebenslagen menschlich und fachlich zu unterstützen. Die Jury hebt als Innovation besonders das teilstationäre Tageshospiz hervor, das zusammen mit der ebenfalls neuen Wohngemeinschaft die Schnittstellen zwischen ambulanter, teilstationärer und stationärer Versorgung erweitert und die bisherigen Strukturen der Hospiz- und Palliativversorgung in bisher einmaliger Art und Weise ergänzt. Mit dem Projekt werden Versorgungslücken geschlossen und Sektorengrenzen in der Palliativversorgung vernetzt. Außerdem wird durch das am 14. Oktober 2019 eröffnete Tageshospiz dem Wunsch nach dem Verbleib in der eigenen Häuslichkeit nachgekommen.

Mit dem zweiten Preis von 3.000 Euro wurde der Pflegedienst des Pflegezentrums Sebastianspital (NüSt) für das Projekt "Palliative Versorgung im Sparkassenhaus" ausgezeichnet. Den dritten Preis von jeweils 1.500 Euro teilen sich die Caritas Sozialstation und Tagespflege Nürnberg Nord e.V. mit dem Projekt "In der Heimat Wohnen - Begegnung und Selbstbestimmung in der Nürnberger Nordstadt im 'Kirschgarten'" und der Krankenpflegeverein St. Willibald e.V. Hilfe daheim mit dem Projekt "Hilfe daheim".

Insgesamt 21 Projekte hatten sich laut Stadt um den Preis beworben. Eine Fachjury hat die Bewerbungen gesichtet und vier Preisträger ausgewählt. Sie kommen aus den Bereichen der Palliativversorgung und vertreten Ansätze, bei denen die Versorgung zu Hause im Mittelpunkt steht.


12.11.2019 / Stadt Nürnberg