Gut 80 Jahre nach Bonhoeffers Hinrichtung erinnert die Ausstellung „Wer bin ich? – Haltung zeigen in stürmischen Zeiten“ an den Widerstand des Pfarrers.

Gut 80 Jahre nach Bonhoeffers Hinrichtung erinnert die Ausstellung „Wer bin ich? – Haltung zeigen in stürmischen Zeiten“ an den Widerstand des Pfarrers.

Bild: Erlöserkirche Bamberg

Bonhoeffer-Ausstellung

"Wer bin ich?"

Wer bin ich, und wofür stehe ich ein? Bis zum 18. Oktober zeigt die Erlöserkirche Bamberg die Bonhoeffer-Ausstellung "Wer bin ich?" mit Begleitprogramm. Der Eintritt ist frei.

Wofür stehe ich ein, wenn es darauf ankommt? Mit dieser Frage lädt die Erlöserkirche Bamberg  bis Sonntag, 18. Oktober, zu einer Ausstellung über den Theologen und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer ein. Der Eintritt ist frei.

Gut 80 Jahre nach Bonhoeffers Hinrichtung erinnert die Ausstellung "Wer bin ich? – Haltung zeigen in stürmischen Zeiten“ an den Widerstand des Pfarrers gegen die Judenverfolgung im Nationalsozialismus und an sein Vermächtnis, das bis in die Gegenwart wirkt. Sie richtet sich an Erwachsene und Jugendliche und bietet interaktive Elemente, die zum Nachdenken anregen.

SONNTAGSBLATT THEMA

Cover des Buches SONNTAGSBLATT THEMA: Dietrich Bonhoeffer

Dietrich Bonhoeffer

Dietrich Bonhoeffer – Sein Leben. Seine Botschaft für heute. Lesen Sie im THEMA-Magazin, was uns bis heute an ihm fasziniert.
 
 

Bestellinformation:

Evangelischer Presseverband für Bayern e.V., 
Birkerstraße 22, 80636 München;
thema@epv.de

Wie Bonhoeffer in seinem berühmten Gedicht können sich auch die Besucherinnen und Besucher fragen: Wer bin ich? Und wofür stehe ich ein? Bonhoeffer hat seine Haltung und Ethik immer wieder hinterfragt, vor dem Hintergrund des Zeitgeschehens und im Austausch mit anderen Perspektiven und Meinungen. Genau dazu lädt die Ausstellung ein.

Stürmische Zeiten gab es nicht nur damals. Die Macherinnen und Macher der Ausstellung wollen angesichts von neu aufkeimendem Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, rechtspopulistischer Meinungsmache und "Fake News“ ein klares Zeichen setzen. "Wehret den Anfängen!“ und "Nie wieder ist jetzt!“ – diese Weckrufe scheinen nötiger denn je. Entwickelt wurde die Ausstellung vom Evangelischen Dekanat Kronberg.

Ergänzt wird die Bonhoeffer-Ausstellung durch die Schau "Formen des Widerstandes“, eine Leihgabe der Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e. V. Sie nimmt mit Willy Aron, Hans Wölfel und Claus Schenk Graf von Stauffenberg ganz unterschiedliche Wege des Widerstands gegen den Nationalsozialismus in den Blick. Neben Dietrich Bonhoeffer rücken so weitere Menschen, ihre Entscheidungen und Handlungsspielräume in den Mittelpunkt. Die Frage nach Haltung und Verantwortung bekommt damit einen unmittelbaren Bezug zu Bamberg.

Begleitprogramm

  • Montag, 5. Oktober, 19 Uhr: Vernissage mit einem Vortrag von PD Dr. Nadine Hamilton, stellvertretende Vorsitzende der Internationalen Dietrich-Bonhoeffer-Gesellschaft e. V., und einem Grußwort der Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e. V.
  • Mittwoch, 7. und 14. Oktober, jeweils 17:30 Uhr: Kunstmeditation „Bonhoeffer in Harlem“
  • Freitag, 16. Oktober, 19 Uhr: Klavierkonzert mit Nikolai Barenboim-Poluboiarov unter dem Titel „An der Grenze zwischen zwei Epochen und Kulturen. Russische und deutsche klassische Musik an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert“. Bereits um 18 Uhr gibt es eine Führung durch die Ausstellung.
  • Sonntag, 18. Oktober, 10 Uhr: Literarischer Gottesdienst mit Jazzmusik und Texten zum Abschluss der Ausstellung

Alle Veranstaltungen finden in der Erlöserkirche statt.

Interessierte Gruppen können einen individuellen Führungstermin vereinbaren. Schulklassen aller Schularten ab etwa der 9. Jahrgangsstufe sind willkommen und erhalten ein Stationenlernen zur Ausstellung. Auch für Konfirmandengruppen gibt es ein eigenes Angebot. Anmeldungen sind über die Website der Erlöserkirche möglich.

05.10.2026
ELKB

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