Bedford-Strohm und Marx bei Augsburger Friedensgesprächen

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Reinhard Marx betonten bei den Augsburger Friedensgesprächen: Die Kirchen seien sehr wohl relevant und hätten zudem ein „ganz starkes altes Orientierungswissen“.

Bild: epd-bild / zoepf

Augsburger Friedenspreis

Bischöfe Bedford-Strohm und Marx werden ausgezeichnet

Die Preisverleihung findet am Samstag, 10. Oktober, im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses statt. Die Laudatio hält der frühere Bundespräsident Joachim Gauck. 

Landesbischof Heinrich Bedford Strohm und Erzbischof Reinhard Kardinal Marx werden mit dem diesjährigen Preis Augsburger Friedensfest (Augsburger Friedenspreis) ausgezeichnet. Der Festakt für geladene Gäste wird als Live-Stream auf der städtischen Homepage sowie auf den städtischen Kanälen Youtube und Facebook zur Verfügung gestellt: www.augsburg.dewww.youtube.com/StadtAugsburgwww.facebook.com/StadtAugsburg. Der Stream bleibt auch danach abrufbar.

Der frühere Bundespräsident Joachim Gauck wird die Laudatio auf die zwei Träger des Augsburger Friedenspreises, die Bischöfe Heinrich Bedford-Strohm und Reinhard Marx, halten. Gauck werde dabei die herausragenden Verdienste der Preisträger um eine friedliche Ökumene würdigen, teilte die Stadt Augsburg am Donnerstag mit. 

Der Augsburger evangelische Regionalbischof Axel Piper begründete die Vergabe des mit 12.500 Euro dotierten Preises an Bedford-Strohm und Marx mit den Worten: "Bei aller Verschiedenheit sind hier zwei Menschen, die im gleichen Geist denken und sprechen und sich ausgezeichnet verstehen." Die Gesten des Miteinanders, des Friedens, des Vertrauens, der Freundschaft seien auch heute noch auf dem Feld der Ökumene unendlich wertvoll und wirkungsvoll.

Zu einer vornehmlichen Aufgabe von Kirche gehöre, Versöhnung zu stiften, betonte Piper. "Nach Ansicht der Jury tragen die beiden Preisträger in ihren jeweiligen Ämtern durch ihren persönlichen, authentischen und kontinuierlichen Einsatz für das Verbindende und Brückenbauende zwischen den großen deutschen Konfessionen und darüber hinaus bei." Mit ihrem Einsatz für eine friedliche Entwicklung der Ökumene hätten sie - ganz im ursprünglichen Sinne des Friedenspreises - zum Frieden der Religionen beigetragen.

Der Friedenspreis wird seit 1985 von der Stadt Augsburg und der bayerischen Landeskirche alle drei Jahre für Verdienste um ein tolerantes und friedvolles Miteinander von Kulturen und Religionen vergeben. Unter den bisherigen Preisträgern waren der früherer Bundespräsident Richard von Weizsäcker und der Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow. Der Preis steht im Rahmen des Augsburger Friedensfestes.

07.10.2020
epd

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