Pressemitteilung vom 23.09.2026
Landesbischof Kopp: „Alleinerziehende brauchen verlässliche Unterstützung“
Seit 50 Jahren begleitet die Evang. Fachstelle Alleinerziehende Nürnberg und Nordbayern Mütter und Väter, die Kinder allein erziehen, getrennt leben oder jung verwitwet sind. Am 25. September 2026 feiert die Fachstelle ihr Jubiläum unter dem Leitgedanken „Mut machen. Wege eröffnen. Zukunft gestalten.“ Aus der 1976 begonnenen Treffpunktarbeit im evangelisch-lutherischen Dekanatsbezirk Nürnberg ist eine wichtige kirchliche Anlaufstelle für Beratung, Seelsorge und Begegnung geworden.
„Alleinerziehende leisten Tag für Tag Enormes. Viele stehen unter hohem Druck. Gerade deshalb brauchen sie verlässliche Unterstützung und Orte, an denen sie gesehen, gestärkt und begleitet werden“, sagt Landesbischof Christian Kopp. „Die Fachstelle Alleinerziehende ist seit 50 Jahren ein solcher Ort. Für diese wichtige Arbeit danke ich allen, die sie mit großem Engagement tragen.“
Die Jubiläumsfeier findet von 10 bis 14 Uhr statt. Auf dem Programm stehen ein Vortrag von Prof. Dr. Simone Emmert von der Technischen Hochschule Nürnberg zu historischen Meilensteinen und aktuellen Herausforderungen im Sorge- und Umgangsrecht sowie Musik, Begegnung und Austausch.
Beratung, Seelsorge und Gemeinschaft in Belastungssituationen
Viele Alleinerziehende stehen täglich vor großen organisatorischen und finanziellen Herausforderungen – etwa durch fehlende Betreuungsmöglichkeiten, schwierige Arbeitszeiten, Wohnungsnot oder Konflikte um Sorge- und Umgangsrecht. Die Fachstelle bietet Beratung und seelsorgerliche Begleitung, schafft Räume der Begegnung und stärkt Familien in Umbruch- und Krisensituationen.
„Viele Alleinerziehende organisieren mit beeindruckender Kraft das Leben ihrer Kinder, Beruf, Haushalt und ihr eigenes Leben – oft bis an die Belastungsgrenze“, sagt Karin Mack, Dipl. Religionspädagogin und Leiterin der Evang. Fachstelle Alleinerziehende Nürnberg und Nordbayern. „Wir machen diese Leistung sichtbar, bieten konkrete Unterstützung an und geben Menschen in schwierigen Lebensphasen Mut für den nächsten Schritt.“
Von der Treffpunktarbeit zur nordbayerischen Fachstelle
Die Arbeit begann 1976 mit gemeindebezogener Gruppenarbeit für alleinerziehende Mütter und Väter. Über die Jahre entstanden zahlreiche Treffpunkte und Angebote in Nürnberg und der Region. Seit 2011 trägt die Einrichtung den Namen Evang. Fachstelle Alleinerziehende Nürnberg und Nordbayern.
Heute ist die Fachstelle im eckstein, dem Haus der evangelisch-lutherischen Kirche in Nürnberg, angesiedelt. Sie versteht sich als Beratungsstelle, Impulsgeberin und Lobby für alleinerziehende und getrennt erziehende Familien in Kirche, Diakonie und Gesellschaft.
Durch ihre Vernetzung – unter anderem im Arbeitskreis Alleinerziehende Nürnberg, im Trauernetzwerk Nürnberg–Fürth–Erlangen und im Netz gegen Armut Nürnberg – bringt die Fachstelle Erfahrungen aus der Praxis in kirchliche und gesellschaftliche Debatten ein.
23.09.2026
München/Nürnberg, Christine Büttner, Pressesprecherin