Pressemitteilung vom 30.04.2026
Landeskirche verleiht Ehrentitel
Am Sonntag, 3. Mai 2026, dem Kantate-Sonntag („Singt“), verleiht die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) einer Kirchenmusikerin und drei Kirchenmusikern den Titel „Kirchenmusikdirektorin“ bzw. „Kirchenmusikdirektor“. Mit der Auszeichnung würdigt die Landeskirche herausragendes musikalisches und pädagogisches Engagement, das Gemeinden stärkt und kirchliche Musik lebendig hält. „Die Kirchenmusik lebt von Menschen, die mit künstlerischer Qualität, pädagogischem Engagement und großer persönlicher Hingabe den Glauben zum Klingen bringen und Gemeinschaft stärken“, betont Oberkirchenrat Stefan Blumtritt.
Johannes Eppelein, Kantor an St. Anna in Augsburg, wird für die Verbindung von künstlerischem Profil, landesweiter Verantwortung und nachhaltiger Nachwuchsförderung geehrt. Mit dem Madrigalchor setzt er durch anspruchsvolle Konzertprogramme musikalische Akzente über die Region hinaus. Als Präsident des Verbandes „Singen in der Kirche“ stärkt er die Chorarbeit in Bayern strukturell. Zugleich engagiert er sich maßgeblich im Aufbau einer Landesjugendkantorei und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Zukunft der Kirchenmusik.
Sophia Lederer, Dekanatskantorin in den Dekanatsbezirken Naila und Hof, erhält die Auszeichnung für ihre breit angelegte kirchenmusikalische Arbeit in zwei Regionen sowie ihr besonderes Engagement in der Nachwuchsförderung. Sie verbindet Chorleitung, Konzertarbeit und gottesdienstliche Praxis mit der Ausbildung junger Musikerinnen und Musiker, insbesondere durch Orgelunterricht. Ergänzt wird ihr Profil durch ihre Tätigkeit als Bezirkschorleiterin sowie ihr Engagement im Kirchenmusikverband Bayern, wo sie in der Ausbildung des Nachwuchses mitwirkt und landeskirchliche Verantwortung übernimmt.
Sven Menhorn, Landesposaunenwart im Verband evangelischer Posaunenchöre in Bayern, wird für seine prägende Arbeit in der Bläserarbeit ausgezeichnet. Er verantwortet die Aus- und Fortbildung sowie die Begleitung von rund 850 Posaunenchören mit etwa 15.000 Bläserinnen und Bläsern und setzt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die Nachwuchsarbeit. Durch die Entwicklung von Ausbildungsformaten, die Mitwirkung an Notenmaterialien sowie die musikalische Leitung großer Ensembles bei landesweiten Veranstaltungen trägt er maßgeblich zur Weiterentwicklung und Sichtbarkeit der Posaunenchorarbeit bei.
Christian Reitenspieß, Dekanatskantor in Kulmbach, wird für den kontinuierlichen Aufbau und die Weiterentwicklung einer breit aufgestellten kirchenmusikalischen Arbeit ausgezeichnet. Mit Chören wie der Kulmbacher Kantorei und dem Vokalensemble TonARTen sowie mit anspruchsvollen Aufführungen – darunter die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach und „The Armed Man“ von Karl Jenkins – verbindet er künstlerische Qualität mit gesellschaftlicher Relevanz. Darüber hinaus prägt er mit Formaten wie dem Festival „kultur P.“ das kulturelle Leben vor Ort und bringt seine Erfahrung als Referent im Verband „Singen in der Kirche“ in die landeskirchliche Arbeit ein.
Die Verleihung der Ehrentitel findet jeweils um 10 Uhr in Gottesdiensten statt: für Christian Reitenspieß am Sonntag, 3. Mai, in der St. Petri Kirche in Kulmbach, für Sophia Lederer an Christi Himmelfahrt, 14. Mai, in Unterkotzau sowie für Johannes Eppelein am Pfingstsonntag, 24. Mai, in St. Anna in Augsburg. Der Termin für die Verleihung an Sven Menhorn steht noch nicht fest.
30.04.2026
München, Christine Büttner, Pressesprecherin