Partnerschaften

Partnerkirchen der ELKB

Begegnung auf Augenhöhe

Zwei lesende Frauen multikulturell

Einer hört dem anderen zu: Partnerkirchen hegen echte, lebendige Beziehungen.

Bild: iStock / adl21

Die größte umspannt etwa 3 Millionen Mitglieder (Tansania),die kleinste 1200 (Honduras) - die 18 Kirchen, mit denen die ELKB eine offizielle Partnerschaft vereinbart hat, sind sehr verschieden.

So unterschiedlich wie die Kirchen, ihre Strukturen und ihre Geschichten (manche sind an die 200 Jahre alt, andere erst 25), ist auch die Art der Partnerschaft, die die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern zu ihnen pflegt. Die Kontakte gehen von Delegationen über Gemeidepartnerschaften bis hin zu ganz konkreten gemeinsamen Projekten.

Eines aber ist allen Partnerschaften gemeinsam: Es sind lebendige Beziehungen, Austausch auf Augenhöhe. In der zum Teil langjährigen Begegnung mit den verschiedenen Partnerkirchen hat die ELKB erlebt, wie viel sie von den Erfahrungen der Gemeinden in Honduras und Papua Neuguinea, in Tansania und Argentinien lernen kann. So hat 2013 im brasilianischen Sao Paulo eine Partnerschaftsbegegnung mit 15 bayerischen Partnerkirchen stattgefunden. Thema: Strategien gegen Gewalt. Eine Woche lang hatten sich Kirchenvertreter aus aller Welt Zeit genommen, um sich über Probleme und Lösungen rund um das Thema auszutauschen.

Austausch über Grenzen hinweg

Partnerschaft geschieht nicht nur auf der Ebene der Kirchenleitung: Sie leben vom Engagement einzelner Gruppen, Gemeinden, Dekanate und Institutionen, die sich im Austausch über alle Grenzen von Sprache, Kultur und Traditionen hinweg befinden. Mehr als 130 bayerische Dekanate, Gemeinden, Jugendgruppen, kirchliche Institutionen und Universitäten pflegen teils schon jahrzehntelange partnerschaftliche Beziehungen zu Gemeinden, Kindergärten, Projekten oder Diözesen in den bayerischen Partnerkirchen.
Mehr als die Hälfte davon finden auf der Ebene von Dekanaten statt. Traditionell gehen die meisten Beziehungen in die Partnerkirchen in Papua-Neuguinea oder Tansania, weil es zu diesen beiden Ländern von Bayern aus die längsten Verbindungen gibt.

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Interesse an Freiwilligendiensten wächst

Gegenseitige Besuche, Partnerschaftssonntage mit gemeinsam geplanten Gottesdiensten, Gebet füreinander und ein reger Austausch untereinander und damit ein wachsendes Verständnis füreinander prägen diese Partnerschaften. Immer mehr Jugendliche interessieren sich für diese Form der Eine-Welt-Arbeit. Das wird im wachsenden Programm der Internationalen Freiwilligendienste sichtbar, über das jährlich knapp 50 junge Menschen ein Jahr lang ein Projekt in einer Partnerkirche unterstützen. Auch dieses Programm setzt auf den Austausch. So werden in den kommenden Jahren auch junge Leute aus den Partnerkirchen für ein Jahr nach Bayern kommen.

Eine andere Kultur kennenzulernen, verändert. Das gilt nicht nur für Jugendliche und ihren weiteren Lebensweg. Das gilt für jegliche Partnerschaftsarbeit, die das Verständnis der Einen Welt, der Einen Gemeinschaft der Christen weltweit fördern soll.


07.07.2014 / Neuschwander-Lutz / Lüters

01.06.2025