Seelsorge nach Todesfällen

In der Trauer nicht allein

Trauernde Frau

Die Beisetzung ist nur die Spitze des Eisbergs - einfühlsame Begleitung für die schmerzvolle Zeit danach ist für Trauernde sehr wichtig

Bild: (c) iStockPhoto / Rich Legg

Wenn ein Mensch gestorben ist, bleibt für die Angehörigen eine schmerzhafte Lücke. Evangelische Seelsorgerinnen und Seelsorger bieten in Zeiten der Trauer ihre Hilfe an.

Vor einem Monat saß man noch gemeinsam am Tisch, nun ist der Platz leer. Wochenlang hat man eine geliebte Person gepflegt, jetzt steht man vor dem Neubeginn – dem Leben allein. Trauer und Wut, Schuld und Klage über Versäumtes – mit einer Vielzahl von Gefühlen reagieren Menschen auf den Tod eines Angehörigen.

Trauer ist die normale Reaktion auf einen schweren Verlust. Wer trauert, tut sinnvolle seelische Arbeit. Sie dient dazu, den Verlust zu bewältigen und sich in der innerlich und äußerlich veränderten Wirklichkeit des eigenen Lebens wieder zurechtfinden zu lernen. Manchmal jedoch fällt die Trauer besonders schwer: Wenn ein Kind gestorben ist, wenn der Tod besonders plötzlich und grausam war, wenn es unerledigte Konflikte gab, wenn ein Abschied nicht mehr möglich war.

Evangelische Kirche begleitet Menschen bei der Trauerbewältigung. Vor Ort stehen Seelsorgerinnen und Seelsorger, Pfarrerinnen und Pfarrer zu Gesprächen bereit. Mancherorts bieten Kirchengemeinden oder das Diakonische Werk begleitete Trauergruppen oder Trauercafés an, in denen sich Trauernde gegenseitig stärken und unterstützen.

Bild

Meine Gemeinde vor Ort

Impulse für die Zeit der Trauer, eine wachsende Adressdatenbank für Trauergruppen, Gebete und Meditationen bietet auch das bundesweite Trauerportal www.trauernetz.de. Dort können Gedenkseiten für Verstorbene angelegt werden.

23.04.2014 / Andrea Seidel