Geistliche Begleitung

Aus der Spiritualität leben

Sonnenuntergang

Zeit für einen anderen Menschen haben, ganz Ohr für ihn sein - das meint Geistliche Begleitung.

Bild: © iStockPhoto / lightpix

Geistliche Begleitung – das sind geistliche Gespräche, die dazu dienen, Gott näher zu kommen, Gott im eigenen Leben zu erkennen und zu erfahren.

Sie sehnen sich nach einer intensiveren Beziehung zu Gott oder suchen nach Wegen, im Alltag achtsamer auf die Stimme Gottes zu hören und sie für das eigene Leben zu deuten? Sie fragen danach, wo Gott in ihrem Leben, ihrem Alltag geblieben ist? Geistliche Begleitung unterstützt dieses Suchen und Sehnen und gibt Anregung und Anleitung, aus der Kraft der Spiritualität zu leben.

Die Geistliche Begleitung versteht sich dabei zuerst als ein Dienst des Zuhörens, dann erst des Rückfragens oder Zuredens. Sie will den begleiteten Menschen darin unterstützen, das Wirken Gottes im eigenen Leben selbst zu entdecken und zu bejahen. Dabei vertraut sie darauf, dass Gott jeden Menschen beim Namen gerufen hat und mit ihm einen ganz eigenen Weg gehen will.

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„In den Gesprächen der geistlichen Begleitung geht es darum, Menschen darin zu unterstützen, ihr Leben zu ordnen, den roten Lebensfaden zu finden, ihre religiösen Prägungen und ihr Gottesbild anzuschauen und den Heilkräften Gottes zu vertrauen“, so Pfarrerin Iris Geyer, seit 2008 in der Geistlichen Begleitung tätig. „Ein Grundsatz dabei ist: Das Heil Gottes ist immer größer als das Unheil in der Welt.“

Geistliche Begleitung vollzieht sich in Form vereinbarter Einzelgespräche mit einem Geistlichen Begleiter oder einer Geistlichen Begleiterin. Die Gespräche finden nach Vereinbarung etwa monatlich statt und können sich über einen längeren Zeitraum erstrecken.

In der bayrischen Landeskirche hat sich eine Reihe von Personen für den Dienst Geistlicher Begleitung bereit erklärt. Sie besitzen eine eigene Ausbildung in Geistlicher Begleitung und Praxiserfahrung.


04.12.2014 / Manuel Ritter