7 Wochen Ohne

"Die Wahrheit erwarten"

Straße auf einen Regenbogen zu

In der siebten Woche "Lügenfasten" rufen wir auf, mutig der Wahrheit ins Auge zu blicken.

Bild: © 7 Wochen Ohne/Eva Häberle

Das Motto der Fastenaktion "7 Wochen Ohne" lautet dieses Jahr: "Mal ehrlich! Sieben Wochen ohne Lügen". In der sechsten Woche "Lügenfasten" geht es darum, die Wahrheit zu erwarten.

Jede Woche der Fastenaktion "7 Wochen ohne Lügen" steht unter einem speziellen Motto, und ihr ist jeweils eine Bibelstelle zugeordnet. In der siebten und letzten Fastenwoche lautet das Motto "Die Wahrheit erwarten ", der Bibeltext ist Johannes 14,1-7. Pastor Frank Muchlinsky schreibt in der Fastenmail:

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"Die Fastenzeit strebt ihrem Höhepunkt zu. Die Osterfeiertage stehen vor der Tür. Mit Gründonnerstag beginnt der Reigen der vielen so unterschiedlichen Feste. Allerdings stehen vor der großen Freude zunächst noch Schmerz und Tod. Die Wahrheit ist, dass wir in dieser Woche auf den Tod Jesu zusteuern. In den Evangelien scheint es, dass selbst seine Jünger bis zum Schluss nicht recht daran glauben wollen. Dabei kündigt Jesus es immer wieder an. Vielleicht ist diese Wahrheit eine zu traurige oder erschreckende, als dass man sich ihr stellen möchte: Am Ende steht der Tod. Noch am Abend der Gefangennahme Jesu tönt Petrus gegen das an, was kommen wird.

Vielleicht spielt Jesus auf diese Haltung an, die der Wahrheit nicht ins Gesicht schauen will, als er die Worte sagt, die für unsere letzte Woche ausgesucht worden sind: „Euer Herz erschrecke nicht!“ Jesus beruhigt die Gemüter. Es ist eigentlich doch ganz einfach: „Glaubt an Gott und glaubt an mich!“ Das Ziel ist bei Gott, und dort ist genügend Platz für alle: „In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen.“ Und dann folgt die Erinnerung an das Versprechen: „Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten.“ Man meint fast, Jesus sprechen zu hören: Mit freundlicher Stimme, ermutigend und anscheinend unermüdlich wiederholt er immer wieder das, worauf es ankommt: Bleibt bei mir, folgt mir! „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Ihr könnt gar nicht falsch gehen, wenn ihr euch an mich haltet. Denn ich gehe voran.

Der Tod ist ein Teil des Weges

Das sind wirklich freundliche Worte. Und natürlich kennen wir die Geschichte und wissen, dass an ihrem Ende nicht der Tod steht. Mit der nächsten Woche kehrt das Leben zurück. Bunter und herrlicher als jemals zuvor. Das ist die Wahrheit, von der Jesus redet: Er wird sterben, aber er wird nicht tot bleiben. Dadurch, dass er durch die Dunkelheit vorangeht auf dem Weg zu Gott, macht er sozusagen das Licht an für alle, die ihm nachfolgen. In Wahrheit ist der Tod ein Teil des Weges und nicht das Ende. Selbstverständlich sträubt sich bei solchen Worten die Erfahrung. Unser Horizont ist einfach zu beschränkt, und so sagt Thomas zu Recht: „Wir wissen nicht, wo du hingehst.“ Hinter den Tod können wir nicht sehen. Wie können wir wissen?

Wir können es nicht wissen. Aber wer Jesus zugehört hat, wer ihm nachgefolgt ist, der kennt seine Wahrheit. Wahr ist, dass Gott seine Schöpfung über alle Maßen liebt. Wahr ist, dass jeder, der Jesus erlebt, diese Liebe hautnah spüren kann. Wahr ist, dass Jesus sterben muss. Wahr ist, dass die Liebe größer ist als der Hass und das Leben größer als der Tod. Darum: „Euer Herz erschrecke nicht!“

Lesen Sie in der letzten Fastenmail von Frank Muchklinsky, Pastor der Nordkirche, über den Mut, der Wahrheit ins Auge zu sehen. Diese Fastenmail in kompletter Länge, weitere Impulse und Anregungen finden Sie direkt auf der Webseite der Fastenaktion der evangelischen Kirche.


17.04.2019 / 7 Wochen ohne