Thementag

"Reformation 500"

Martin Luther

Ein Hörfunktag im Namen des Reformator Martin Luther.

Bild: iStockPhoto / Robert Mandel

Der Bayerische Rundfunk begleitet das Jubiläum mit Reportagen, Dokumentationen, Hintergründen, Interviews, Filmen und Webspecials. Am Sonntag, 7. Mai sendet Bayern 2 den Thementag „Reformation 500“. 

Das Thementag-Programm im Überblick:

8.05 Uhr: Ökumenische Perspektiven
Geteilte Geschichte, gemeinsame Erinnerung. Geht das Zeitalter der Konfessionen zu Ende? 
Das Reformationsjubiläum wird unter ökumenischen Vorzeichen begangen - angefangen von einem gemeinsamen Gottesdienst von Lutherischem Weltbund und Papst bis zu den Healing-of-Memories-Gottesdiensten in Deutschland. In der Sendung Evangelische Perspektiven wird nach den Wegmarken zu diesem ökumenischen Gedenken gefragt. 

10.05 Uhr: Sonntagsbeilage 
"Als wie der Doktor Luther"
Feuilletonistische Seitenblicke auf den deutschen Reformator 

11.00 Uhr: radioTexte
"Höre mich!" - Schriftsteller antworten auf das Buch der Psalmen
Sechs prominente Schriftsteller/Innen antworten auf das Buch der Psalmen und zeigen Bezüge zur Gegenwart. Mit den Büchner-Preisträgern Sibylle Lewitscharoff und Arnold Stadler, Feridun Zaimoglu, dem deutschen Spracherneuerer türkischer Herkunft, den Dichtern Uwe Kolbe und Said und Gila Lustiger, der deutsch-jüdischen Erzählerin aus Paris. Und mit Landesbischof Bedford-Strohm.

Mehr zum Thema

12.05 Uhr: Zeit für Bayern 
Ein "unmögliches" Zusammentreffen wird wahr
Martin Luther war nie in Gerolzhofen. Aber in der unterfränkischen Kleinstadt waren die Lehren des Wittenberger Reformators auf fruchtbaren Boden gefallen und hatten rasch Anhänger gefunden. Einem passte das gar nicht: Erbittert kämpfte der katholische Würzburger Fürstbischof Julius Echter im späten 16. Jahrhundert gegen alles, was nicht seinem Bild des "wahren Glaubens" entsprach. 2017, im doppelten Gedenkjahr "500 Jahre Reformation" und dem 400. Todestag Julius Echters, werden in Gerolzhofen beide historischen Gestalten lebendig - im Theaterprojekt "Du musst dran glauben". Vor der Premiere Ende Mai stellt Achim Winkelmann das spannende Theaterprojekt vor und hinterfragt auf Basis aktueller Forschungen die historischen Hintergründe. 

"Ritter, Bauern, Lutheraner" in Coburg 
Spaziergang durch die Ausstellung 
"Es ist ein überaus reizender und für Studien geeigneter Ort“, soll Martin Luther einst über Coburg gesagt haben. Ganz freiwillig war der Reformator im Jahre 1530 indes nicht für ein halbes Jahr zu Gast auf der Coburger Veste, vielmehr war der wegen Häresie geächtete gezwungen, seine Reise zum Augsburger Reichstag hier abzubrechen. Der sechsmonatige Aufenthalt im Oberfränkischen Exil war für Martin Luther eine höchst produktive Schaffensphase, wovon zahlreiche Briefe, der berühmte "Coburger Psalter" und nicht zuletzt seine Arbeits- und Wohnstätte auch heute noch beredtes Zeugnis ablegen. Die Landesausstellung „Ritter, Bauern, Lutheraner“ ist vom 9. Mai bis zum 5. November in Coburg zu Gast.

13.05 Uhr: Land und Leute
Mann aus St. Gallen 

Christoph Schappeler und die Reformation in Memmingen
In der Sendung geht es um Christoph Schappeler. Dieser war seit 1513 Prediger in Memmingen und führte dort später die Reformation durch. Gemeinsam mit Sebastian Lotzer verfasste Schappeler die »Zwölf Artikel« der Aufständischen, die wichtigste Programmschrift des Bauernkrieges. Nach dessen Niederschlagung musste er aus Memmingen fliehen und war dann in Sankt Gallen tätig.

Über die Bayern2 App sind viele Inhalte mobil und zeitunabhängig abrufbar. Online präsentiert BR.de/religion das ganze Jubiläumsjahr über Informationen und einen fortlaufend aktualisierten Programmkalender zu allen Sendungen. Außerdem bietet die Seite aktuelle Berichte und Hintergrundinformationen zum Reformationsjubiläum. Dort werden auch Spielorte und Hauptpersonen der bayerischen Reformationsgeschichte beleuchtet.


02.05.2017 / BR/Kerygma