Pappenheim

Erste Ökumenische Tagung der Landjugend in Bayern

Landjugend

Die Delegierten der Landesversammlung der Landjugend in Bayern.

Bild: ELJ

Erstmals in ihrer Geschichte tagten die beiden christlichen Landjugendverbände in Bayern gemeinsam an einem Ort und verabschiedeten zusammen den „Aufruf zur Aktion Maibaum für Toleranz 2017“.

Die 110. Landesversammlung der ELJ mit rund 50 Delegierten und Gästen sowie der Landesausschuss der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Bayern mit rund 40 Delegierten diskutierten im gemeinsamen Studienteil die Potentiale ländlicher Räume für junge Menschen.

Trotz einer „Begegnungstagung“ vor genau 50 Jahren  in Pappenheim und vielen gemeinsamen Projekten war die gemeinsame Tagung vom  17. bis zum 19. Februar in Pappenheim eine Premiere. In den Workshops zum Schwerpunktthema „Ökumene 2017: Leben auf dem Land“ und beim  gemeinsamen Abendprogramm konnten sich die  Ehrenamtlichen aus beiden Landjugendverbänden kennenlernen.

Die Grundlage für die inhaltliche Auseinandersetzung im Studienteil waren die „Niederalteicher Thesen“, die im April 2016 in Niederalteich bei der Ersten Ökumenischen Landkonferenz unter Beteiligung von KLJB und ELJ verabschiedet worden sind. Die Thesen wurden in den Bereichen Jugendbeteiligung, Landwirtschaft, Wohnen und Integration auf dem Land wieterentwickelt. Die Fortsetzung der Ökumenischen Landkonferenz ist bereits in Planung: am 20./21. April 2018 soll an den Themen am Haus Volkersberg weitergearbeitet werden.
 

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Im Tagungsteil der beiden Gremien wurde ein gemeinsamer „Aufruf zur Aktion Maibaum für Toleranz 2017“ verabschiedet. Die Aktion wird von dem Bayerischen Bündnis für Toleranz getragen. Die Aktion rund um den 1. Mai 2017 wird, wie es im Aufruf heißt, „in vorbildlicher Weise anregen, was wir in Zeiten des erstarkenden Rechtsextremismus dringend brauchen: Persönliche Begegnungen und immer weiter entwickelte Traditionen – für mehr Toleranz und Integration statt Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit.“

Der KLJB-Landesvorsitzende Julian Jaksch war begeistert von der gemeinsamen Tagung: „Beide christliche Landjugendverbände sehen sich als Vertretung der Interessen junger Menschen in den ländlichen Räumen und bringen deswegen in die Kirche, die Politik und Gesellschaft entsprechende Positionen ein.“ Das bestätigt auch ELJ-Landesvorsitzende Nadine Bentheimer: „Mit der gemeinsamen Tagung konnten wir an unserer guten Basis weiterbauen, die gemeinsame Tagung ist der Ausdruck einer unkomplizierten ökumenischen Zusammenarbeit.“


20.02.2017 / Patrick Wolf