Regensburg

Stadt und Glaube

Jahresthema 2017

Das kulturelle Jahresthema 2017 der Stadt Regensburg lautet „Stadt und Glaube".

Bild: iStock_Mikhail-Markovskiy

Den Anlass für das kulturelle Jahresthema 2017 der Stadt Regensburg, „Stadt und Glaube“ bietet das Reformationsjubiläum.

Neben dem historischen Schwerpunkt "Reformation" bietet das Jahresthema auch die Möglochkeit, sich mit vielen aktuellen Themen und Fragestellungen auseinanderzusetzen: Wie ist das Verhältnis der Konfessionen und Religionen heute? Wie sehr bestimmen sie die Identität der Stadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner? Und was ist mit denen, für die Religion kein Thema ist? Woran glauben die Menschen, was gibt ihnen die für den Alltag notwendige Kraft? Was sind moderne Sagen, und wie entstehen sie?

Bei vielen, ganz unterschiedlichen Veranstaltungen wird das Jahresthema "Stadt und Glaube" aufgegriffen. So auch bei den Impulsvortägen „Zur Glaubhaftigkeit von Medien/Städten“, die vom Lehrstuhl für Medienwissenschaft der Universität Regensburg am 10. und 17. Mai im Zentrum für junge Kultur zur hören sein werden. Bei den Vorträgen geht es um Alltägliches wie E-Mail-Verkehr, „Tatort“-Krimis oder Kino und  wie eng unser städtischer Alltag an die Medien gekoppelt ist; anschließend kann diskutiert werden. Beginn ist jeweils um 18 Uhr. 

Mehr zum Thema

Vom 15. bis 28. Mai wird die Aktion „Before I die… - Heaven is …“ an verschiedenen Standorten in Regensburg Station machen. Candy Chang hatte einen lieben Menschen verloren und schrieb aufgrund des schmerzlichen Verlustes „Before I die I want to …“ an eine Hauswand, wenige Tage später war die Wand vollgeschrieben. Daraus entstand ein ganz wunderbares Projekt, das bereits in über 70 Ländern umgesetzt wurde und in Regensburg in Zusammenarbeit mit zahlreichen Kooperationspartnern organisiert wird. Passend zum Jahresthema „Stadt und Glaube“ wird die Aktion in Regensburg um den Satz „Heaven is …“ erweitert. Jede und jeder kann die Sätze mit seinen Wünschen und Sehnsüchten vervollständigen und zur Aktion beitragen.

Die Ausstellung „Michael Ostendorfer und die Reformation in Regensburg“ wird im Mittelpunkt des Jahresthemas "Stadt und Glaube" stehen. Vom 21. Mai bis 5. November 2017 werden mehr als 100 Objekte im Historischen Museum Regensburg zu sehen sein. Der in der Ausstellung nachgezeichnete Lebensweg des Malers Michael Ostendorfer bildet ein beredtes Zeugnis für das Fußfassen der Reformation in den Jahren zwischen dem Thesenanschlag 1517 und den Jahren um den Augsburger Religionsfrieden anno 1555 in Regensburg. Im Zentrum der Schau steht sein 1554/55 für die Regensburger Neupfarrkirche geschaffener Reformationsaltar.

Ein Vierteljahrhundert nach dem Thesenanschlag Luthers entschied sich die Stadt Regensburg 1542 zur Annahme des reformatorischen Bekenntnisses. Inmitten des gesellschaftlichen Umbruchs ist Michael Ostendorfer mit seinen innovativen Bilderfindungen künstlerisch aktiv. Einen Höhepunkt stellt der Reformationsaltar dar.


08.05.2017 / Kerygma