Regensburg

"Stadt und Glaube"

Jahresthema 2017

Das kulturelle Jahresthema 2017 der Stadt Regensburg lautet „Stadt und Glaube".

Bild: iStock_Mikhail-Markovskiy

Den Anlass für das kulturelle Jahresthema 2017 der Stadt Regensburg, „Stadt und Glaube“, bietet das Reformationsjubiläum.

Die Ausstellung „Michael Ostendorfer und die Reformation in Regensburg“ wird im Mittelpunkt des Jahresthemas "Stadt und Glaube" atehen. Vom 21. Mai bis 5. November 2017, werden mehr als 100 Objekte im Historischen Museum Regensburg zu sehen sein.

Der in der Ausstellung nachgezeichnete Lebensweg des Malers Michael Ostendorfer bildet ein beredtes Zeugnis für das Fußfassen der Reformation in den Jahren zwischen dem Thesenanschlag 1517 und den Jahren um den Augsburger Religionsfrieden anno 1555 in Regensburg. Im Zentrum der Schau steht sein 1554/55 für die Regensburger Neupfarrkirche geschaffene Reformationsaltar.

Ein Vierteljahrhundert nach dem Thesenanschlag Luthers entschied sich die Stadt Regensburg 1542 zur Annahme des reformatorischen Bekenntnisses. Inmitten des gesellschaftlichen Umbruchs ist Michael Ostendorfer mit seinen innovativen Bilderfindungen künstlerisch aktiv. Einen Höhepunkt stellt der Reformationsaltar dar.

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Neben dem historischen Schwerpunkt soll sich das Jahresthema aber auch mit vielen aktuellen Themen und Fragestellungen auseinandersetzen: Wie ist das Verhältnis der Konfessionen und Religionen heute? Wie sehr bestimmen sie die Identität der Stadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner? Und was ist mit denen, für die Religion kein Thema ist? Woran glauben die Menschen, was gibt ihnen die für den Alltag notwendige Kraft? Was sind moderne Sagen und wie entstehen sie?

Diese und weitere Fragen gilt es im Rahmen des Jahresthemas aufzugreifen. Ob geschichtlich oder zeitgenössisch: Zahlreiche Kulturakteure sollen sich an die kreative, kontroverse, sachliche oder außergewöhnliche Aufarbeitung des Themas wagen, sodass ein abwechslungsreiches Programm aus Tanz, Theater und Musik, Vorträgen und Symposien, Spaziergängen, Ausstellungen und vielem mehr entsteht.


15.10.2016 / Kerygma