Haiti nach der Hurrikan-Katastrophe

Hilfe für die Menschen in Haiti

Haiti nach Wirbelsturm 2016 Menschen retten sich durch überflutete Straßen

Durch überflutete Straße retten sich die Menschen.

Bild: LWB Haiti

Der verheerende Wirbelsturm traf mit Spitzengeschwindigkeiten von 230 Stundenkilometern auf Haiti und richtete schweren Schaden an. Die Diakoniekatastrophenhilfe bittet um Spenden für die Nothilfe.

Am 4. Oktober 2016 traf Hurrikan Matthew, ein Wirbelsturm der Kategorie 4, der zweithöchsten Stufe, mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 225 km/h auf den Südwesten Haitis. Besonders betroffen sind die Regionen Grand´ Anse und Sud. Die Diakonie Katastrophenhilfe hat ihre Hilfe für die Opfer des Hurrikans deutlich aufgestockt. Die Organisation stellt rund 300.000 Euro für Soforthilfe zur Verfügung. Mitarbeiter und Partner vor Ort haben begonnen Hygiene-Pakete, Tabletten zur Trinkwasser-Aufbereitung, Decken und Planen an die Menschen zu verteilen.

Mit starken Winden, schweren Regenfällen und sturmflutartigen Wellen traf der Sturm auf die Südküste des Inselstaates und verursachte dort lebensgefährliche Springfluten und Erdrutsche. Das konkrete Ausmaß der Schäden ist zurzeit noch unklar. Jüngsten Angaben zufolge sind in Haiti durch den Hurrikan "Matthew" mindestens 800 Menschen ums Leben gekommen. Das teilten die örtlichen Behörden mit.

Schnelle Hilfe möglich

„Mindestens 350.000 Menschen in Haiti sind auf sofortige Hilfe angewiesen. Bäume sind entwurzelt, Brücken eingestürzt und ganze Gemeinden überflutet. Alleine in der Stadt Jérémie in der besonders betroffenen

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Regionen Grand‘ Anse sind 80 Prozent aller Häuser und große Teile der Ernte zerstört“, sagt Sylvie Savard, Leiterin des gemeinsamen Projektbüros von Diakonie Katastrophenhilfe und Lutherischem Weltbund.

„Es ist weiterhin sehr schwierig für unsere Mitarbeiter, das genaue Ausmaß der Katastrophe zu erfassen, da viele Straßen nicht befahrbar sind und die Telefonverbindungen in weiten Teilen der Insel zusammengebrochen sind“, so Savard weiter. „Wir werden nun über die bergigen Nebenstraßen versuchen, die Gebiete zu erreichen. Unsere Mitarbeiter und Partner sind soweit wir absehen können nicht zu Schaden gekommen und können sofort aktiv werden. Es wird vor allem darum gehen, die Menschen mit sauberem Trinkwasser, notdürftigen Unterkünften und Hygieneartikeln zu versorgen, um eine Ausbreitung von Krankheiten zu vermeiden.“

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist seit dem verheerenden Erdbeben im Land aktiv geblieben und steht in engem Austausch mit den Mitarbeitern ihres Regionalbüros in Port au Prince, das nach ersten Rückmeldungen einsatzfähig ist. Zusammen mit dem internationalen Hilfsnetzwerk ACT Alliance und lokalen Partnerorganisationen werden nun mögliche Hilfsmaßnahmen geprüft. Im ersten Schritt wird die Erreichbarkeit der betroffenen Gebiete ermittelt, um einen Überblick über das Ausmaß der Schäden und die benötigte Hilfe zu bekommen.

Informationen zum Thema Spenden an Diakonie-Katastrophenhilfe: Haiti

Spenden an Diakonie-Katastrophenhilfe: Haiti

Spendenkonto:

Evangelische Bank
IBAN: DE68520604100000502502
BIC: GENODEF1EK1

Stichwort: Karibik Sturmhilfe

Eine Katastrophe für das bitterarme Haiti

Um effektiv Hilfe leisten zu können, hat die Diakonie Katastrophenhilfe in Jacmel, im Südosten des Landes, ein Warenlager eingerichtet, in dem Schutzpakete und Hygiene-Kits für den Notfall bereit liegen, die schnell einsatzbereit sind.

„Haiti ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Infrastruktur ist seit Jahrzehnten schwach, weswegen die Folgen des Erdbebens 2010 so schwer zu bewältigen waren. Das Land befindet sich auch sechs Jahre nach dem verheerenden Erdbeben noch immer im Wiederaufbau. Die Menschen in Haiti brauchen sofort Hilfe. Wir sind froh, dass wir über unsere Mitarbeiter und Partner sofort aktiv werden können. Daher bitten wir dringend um weitere Spenden für unsere Nothilfe in Haiti“, sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe.

 


12.10.2016 / Diakonie Katastrophenhilfe