Kirchenkreis München

Neue Zugspitz-Seilbahn mit kirchlichem Segen

Neue Zugspitzseilbahn

Regionalbischöfin Breit-Keßler: "Wir haben die Bilder gesehen und von der technischen Meisterleistung gehört, die diese Seilbahn bedeutet."

Bild: Zugspitze/Facebook

Am 21. Dezember 2017 ist die neue Zugspitz-Seilbahn eröffnet worden. Dazu gab es auch einen kirchlichen Segen von Kardinal Reinhard Marx und der Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler.

Der höchste Berg Deutschlands kann nun wieder mit einer Seilbahn erreicht werden. Nach drei Jahren Bauzeit wurde die neue Zugspitz-Seilbahn nun kurz vor Weihnachten eröffnet. Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler würdigte den Bau als "technische Meisterleistung": "Die wahrhaft große Tiefe kann man von der bis zum Boden verglasten Kabine bestaunen, wenn das Seil über die 127 Meter hohe Stahlbaustütze geführt wird", sagte die evangelische Theologin bei der Segnungsfeier vor den mehreren Hundert Ehrengästen. Sie räumte aber auch ein: "Manch ein Fahrgast, ich zum Beispiel, wird bibbern, weil ihm die Tiefe zu tief ist, um entspannt darüber hinweg zu schweben." Oben angekommen, öffne sich dann aber das Panorama: "Der Himmel ist weit. Gipfel um Gipfel geht er ins Unendliche."

Zitat

Möge uns die Seilbahn Zugspitze bei jeder Auffahrt daran erinnern, dass die Güte des Herrn reicht, soweit der Himmel ist, und seine Wahrheit, soweit die Wolken gehen, dass seine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes und sein Recht wie die große Tiefe.

Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler bei der Segnung

Der Münchner Erzbischof Marx sagte, er hoffe, dass die Bahn zu einer größeren Wertschätzung für die Schöpfung beiträgt. "Was wäre das für ein Geschenk, wenn diese Seilbahn viele Menschen auf den Berg bringt und diese Menschen mit größerer Demut und mit größerer Ehrfurcht zurückkehren."

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Die Menschen sollten nach dem Besuch der Zugspitze "neu bewegt, neu getröstet, neu ermutigt ihren Weg gehen können". Er spüre bei den Baubeteiligten eine tiefe Ehrfurcht. Denn beim Blick auf die Berge spüre man, "was Schöpfung bedeutet", betonte Marx. Es sei "eine besondere Verantwortung für uns alle, dieses große Geschenk zu bewahren und weiterzugeben. Rund eine halbe Million Besucher kommen jedes Jahr auf die Zugspitze.

Die Zugspitze ist mit 2.962 Metern der höchste Berg Deutschlands. Die 1963 gebaute Eibsee-Seilbahn konnte den heutigen Ansprüchen nicht mehr genügen, so dass nun für 50 Millionen Euro eine neue gebaut werden musste. Die Bauzeit betrug drei Jahre. Auch mit Weltrekorden kann die spektakuläre neue Seilbahn aufwarten: Mit knapp 2.000 Metern überwindet sie den Angaben zufolge den größten Höhenunterschied weltweit, und eine der Pendelstützen ist mit 127 Metern die höchste der Welt.

 

 


27.12.2017 / epd