Polizeiseelsorge

"Schutzweste" für Seelen der Beamten

Polizeiseelsorge ist 'Schutzweste' für Seele der Beamten

Derzeit arbeiten bei der Bayerischen Polizei 28 hauptamtliche und nebenamtliche Polizeiseelsorger.

Bild: iStock-aprott

Die Bayerische Polizeiseelsorge feiert in diesem Jahr ihr hundertjähriges Bestehen. Am Festgottesdienst  in München nahm auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann teil.

Der Gottesdienst in der Turnhalle der I. Bereitschaftspolizeiabteilung, wurde von den vier hauptamtlichen Polizeiseelsorgern Polizeidekan Monsignore Andreas Simbeck, Kirchenrat Matthias Herling, Polizeidiakon Martin Zenk und Kirchenrätin Hilda Schneider zelebriert. Die musikalische Umrahmung erfolgte durch ein Blechbläser-Ensemble des Polizeiorchesters Bayern.

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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nannte die Polizeiseelsorge eine "'Schutzweste' für die Seele" von Polizeibeamten. Diese sei neben einer guten Einsatzausrüstung ebenso wichtig, sagte Herrmann beim Festgottesdienst in München zum 100-jährigen Bestehen der Polizeiseelsorge in Bayern. Er dankte den Polizeiseelsorgern, die den Beamten für persönliche Gespräche zur Verfügung stünden, sie bei schwierigen Einsätzen begleiteten sowie "unermüdlich auch in scheinbar ausweglosen Situationen Halt und Orientierung" vermittelten, sagte Herrmann. Die Bevölkerung rief der Minister dazu auf, "neben dem tüchtigen Polizeibeamten" immer auch "den Menschen hinter der Uniform" zu sehen.

Bayern hatte die erste Polizeiseelsorge in ganz Deutschland. Den Impuls dazu gab vor 100 Jahren die Politikerin und Frauenrechtlerin Ellen Ammann. Auf ihr Bestreben gab es zunächst einen hauptamtlichen katholischen Seelsorger. Inzwischen gibt es zwei katholische und zwei evangelische hauptamtliche Polizeiseelsorger, die für Nord- und Südbayern zuständig sind und vom Freistaat Bayern finanziert werden. Unterstützt werden sie von weiteren Polizeiseelsorgern, die von den katholischen Diözesen oder der evangelischen Landeskirche bezahlt werden.


07.07.2020 / epd