Schulstart

"Stark machen"

Schulstart

Sich gegenseitig stark machen: Schule ist ein Ort zum lernen, miteinander und voneinander.

Bild: iStock_mediaphotos

Für 1,68 Millionen Schülerinnen und Schüler beginnt das neue Schuljahr. Sie sollen stark gemacht werden für das Leben. Der evangelische Religionsunterricht darf dabei nicht fehlen.

Das neue Schuljahr hat eine Motto: "Stark machen". Das gab Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle vergangene Woche bekannt. Alle Schüler sollen individuell gefördert und auf das Leben nach dem Abschluss vorbereitet werden. Digitale Bildung, Sprachkompentenz und die Begabtenförderung sollen ausgebaut werden. Ein einheitlicher Lehrplan für weiterführende Schulen wird in Kraft treten und 430 Gymnasien im Land kehren, 13 Jahre nach Einführung von G8, wieder zum Abitur nach neun Jahren zurück. Änderungen, die auch für die 12.400 Erstklässler, für die die Schullaufbahn in diesem Jahr beginnt, vermutlich gelten werden.  

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Wertschätzung der Persönlichkeit

Stark machen, das soll der evangelische Religionsunterricht schon immer. Dafür Sorgen die rund 6.500 Religionslehrerinnen und Religionspädagogen, Katecheten und Pfarrerinnen, die in Bayern evangelische Religionslehre unterrichten. Neben einem fundierten Wissen über Religionen – nicht nur die christliche – und ethische Themen bringen sie viel Engagement und Begeisterung sowie eine Vielfalt an Methoden mit, um den 400.000 Kindern, die an dem Unterricht in Bayern teilnehmen, Geschichten und Fragestellungen des Glaubens nahezubringen. Und natürlich einen Blick und Wertschätzung für die Persönlichkeit der Kinder und Jugendlichen: Dort, wo bei Leistungsdruck der Einzelne manchmal zu kurz kommt, bietet der Religionsunterricht einen Freiraum zum Verschnaufen und zum Nachdenken über Themen, die im Schulalltag manchmal auf der Strecke bleiben.

In der Evangelischen Realschule Ortenburg sind nur noch 25 Prozent der Schüler evangelisch - der Rest ist katholisch.

Qualität und guter Geist

Viele Eltern entscheiden sich nicht zuletzt deswegen dafür,  ihre Kinder auf Evangelischen Schulen anzumelden. Hier paart sich Qualität mit einem guten Geist. Das wissen die Eltern der über 25.000 Kinder und Jugendlichen, die die rund 161 evangelischen Schulen und Internate in Bayern besuchen. Und die Zahl der Schülerinnen und Schüler steigt. Evangelische Bildung wird offensichtlich nicht als kirchliche Einflussnahme gesehen, sondern als Garant für Qualität, ein menschliches Miteinander und individuelle Zuwendung. Evangelische Schulen fördern individuell und bilden ganzheitlich, sie machen stark. Der Einzelne, seine Potentiale, seine Persönlichkeit sollen dabei im Mittelpunkt stehen. Die Schulen bieten aber auch in gleicher Weise persönliche Orientierung; dabei spielt die Vermittlung von Glaubenswissen eine besondere Rolle. Ein fester Bestandteil an Evangelischen Schulen ist der Schulgottesdienst, der von den Schülern als Impuls und als Insel der Ruhe wahrgenommen wird.

In Zeiten, in denen sich die Bildungspolitik in einem ständigen Umbruch befindet, bleibt der Leitsatz der Evangelischen Schulen und Internate konstant: "Miteinander leben, lernen, glauben im Spielraum christlicher Freiheit."


11.09.2017 / Kerygma