Kirchentag in Dortmund

Was für ein Vertrauen!

Abendsegen auf dem Friedensplatz in Dortmund

Ein besondeer Moment: der Abendsegen

Bild: Kirchentag

Zehntausende Menschen haben am Sonntag den Abschlussgottesdienst des Kirchentags in Dortmund gefeiert. Unter Teilnehmenden und Veranstaltern waren zahlreiche bayerische Christinnen und Christen.

So auch das PartnerschaftsCentrum Mission EineWelt, das unter dem Dach des Evangelischen Missionswerks Deutschland (EMW) ein Konzert mit dem a-capella-Quintett Viva Voce gestaltete. Als Gäste standen Chöre aus der Weltweiten Kirche mit auf der Bühne. Das Konzert mit dem Titel "1000 Stimmen - eine Welt" war ein Höhepunkt des Kirchentags. Bereits am Nachmittag begann sich der Platz vor dem Dortmunder Rathaus zu füllen. Um 19 Uhr waren etwa 10.000 Menschen vor Ort, um Viva Voce zu hören. Einmal mehr gewann das Quintett aus Ansbach mit seiner Kombination aus Musikalität, Originalität und Charme fast schon mühelos die uneingeschränkte Zuneigung des Publikums. Unterstützung bekamen die fünf Gesangsartisten im Lauf des Konzerts von stimmgewaltigen Gästen: dem internationalen Chor der Herrnhuter Brüdergemeine, The Moravians, dem Talitha Kumi-Kinderchor aus Palästina, dem internationalen FIT-Chor der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie in Hermannsburg und von der Gruppe El Sombrero Azul aus El Salvador und Nicaragua. Das Konzert endete nach über drei Stunden mit dem Abendsegen von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm.

Der Kirchentag in Bildern - Impressionen von Christoph Breit

Die Seenotrettung im Mittelmeer - unter anderem mit dem noch kurzfristig eingeladenen Oberbürgermeister von Palermo, Leoluca Orlando - der Klimawandel, Rechtsextremismus und sexualisierte Gewalt waren beherrschende Themen in Dortmund. Mit der Aktion "Jeder Mensch hat einen Namen" von Kirchen, Sea-Watch, dem Bündnis Seebrücke und Pro Asyl wurde an tausende von Menschen erinnert, die auf der Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen sind. Die Namen der Verstorbenen und die Sterbedaten namenloser Opfer wurden von Kirchentagsgästen auf Banner geschrieben - als Mahnung, sich für die Wahrung von Menschenrechten einzusetzen.

So bunt, fromm,  politisch und friedlich wie die vier vorhergehenden Tage war auch der Abschlussgottesdienst des Kirchentags. So  appellierte Kirchentagspräsident Hans Leyendecker im BVB-Stadion an die Kirchentagsgäste, Haltung zu zeigen, sich für die Menschenrechte einzusetzen und sich "den Spaltern und Hetzern in unserer Gesellschaft enrtgegenzustellen". Die nächste kirchliche Großveranstaltung - der 3. Ökumenische Kirchentag - wird vom 12. - 16. Mai in Frankfurt stattfinden.


26.06.2019 / ELKB