Nürnberg

"Aug und Ohr der Reformation"

Nürnberg war nicht nur die erste deutsche Stadt, die 1525 die Reformation durchführte, sondern galt auch als eines der wichtigsten Medienzentren in Deutschland.

Im Rahmen des Reformationsjubiläums fährt der „Stationen-Truck“ durch 68 europäische Städte und sammelt Geschichten über die Reformation. Am 22. April  wird der LKW in Nürnberg Station machen. 

Ein hölzernes "Tor der Freiheit" weist neben der Nürnberger Lorenzkirche auf die Ankunft des "Reformationstrucks" hin. Der soll am 22. April in Nürnberg Halt machen. Nürnberg ist einer von drei bayerischen Stopps auf dem "Europäischen Stationenweg", neben Augsburg und Coburg. Unter dem Motto "Aug und Ohr der Reformation" ist das Tor Teil der Weltausstellung 2017 in Wittenberg.  An Bord hat der Lkw Geschichten, Bilder und Filme, die sich mit der Reformation und dem 500. Jubiläum des Thesenanschlags Martin Luthers beschäftigen.

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Das abwechslungsreiche Rahmenprogramm von 10 bis 19 Uhr auf dem Nürnberger Hauptmarkt bietet Musik und Gespräche mit bekannten Persönlichkeiten und den Menschen vor Ort. Mit dabei sind u.a. Stadtdekan Jürgen Körnlein, der Poetry-Slammer Felix Kaden, der Dramaturg des Staatstheaters, Johann Casimir Eule, der  Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich, Michael Bünker, und Alexander Jungkunz, Chefredakteur der Nürnberger Nachrichten. Eine Druckerpresse verweist auf Nürnberg als „Aug und Ohr“ der Reformation. Ein Film über Nürnberg als Reformationsstadt, der eigens zu diesem Anlass gedreht wurde, wird am 22. April erstmals  im Reformationstruck zu sehen sein. Am Abend soll es ein "Nürnberger Religionsgespräch" im Historischen Rathaussaal geben. Vertreter von vier Weltreligionen werden dann unter dem Motto "Meine Wahrheit" ihre Religion vorstellen und einen Segen stiften, sagte Körnlein.

Seit 3. November 2016 bereist der Truck auf Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) und dem Schweizer Evangelischen Kirchenbund (SEK) 68 Orte in 19 verschiedenen Ländern. Ziel ist am 20. Mai die Weltausstellung Reformation in der Lutherstadt Wittenberg. Dabei markiere jede Station einen wesentlichen Aspekt der Reformation. Nürnberg war die erste deutsche Reichsstadt, die 1525 die Reformation durchführte und evangelisch wurde. Die Stadt galt als "Medienzentrum Martin Luthers", sagte Jürgen Körnlein. Thematisiert würden Impulse des reformatorischen Aufbruchs bis in die Moderne, die medial aufbereitet wurden. Auch Nürnberg ist mit einem siebenminütigen Filmbeitrag dabei, für den Iris Köglmeier, Jugendreferentin der Evangelischen Jugend Nürnberg (EJN), in die Rolle eines Engels schlüpfte, der durch die ehemalige Reichsstadt führt.


11.04.2017 / epd/ELKB