Pressemitteilung vom 8.1.2015

"Ein widerlicher Angriff auf Menschlichkeit und freiheitlich-demokratische Kultur"

Die Ständige Vertreterin des Landesbischofs, Susanne Breit-Keßler, verurteilt den Terroranschlag in Paris aufs Schärfste und ruft dazu auf, Demokratie gegen Fundamentalismus zu verteidigen.

Die Münchner Regionalbischöfin und Ständige Vertreterin des Landesbischofs Susanne Breit-Keßler hat den Terroranschlag auf die Redaktion des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ in Paris aufs schärfste verurteilt. In ihrer Predigt beim CSU-Landesgruppentreffen in Wildbad Kreuth am gestrigen Abend bezeichnete sie das Attentat, bei dem zwölf Menschen ums Leben kamen, als blanke Barbarei. Zugleich rief sie dazu auf, unsere Demokratie gegen Fundamentalisten jeglicher Art zu verteidigen.

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Breit-Keßler wörtlich: „Wir müssen darauf beharren, dass es in unserem demokratischen Gemeinwesen Freiräume zum Denken, Reden gibt, auch dazu, sich mit spitzer Feder zu äußern. Es ist blanke Barbarei, Menschen aus dem Weg zu räumen, die zu Recht die Freiheit der Meinungsäußerung für sich in Anspruch nehmen.“

Die biblische Aufforderung „nehmet einander an, wie Christus euch angenommen hat“ sei kein harmloses Abwiegeln, erläuterte die Ständige Vertreterin des Landesbischofs. Gott habe nicht Betulichkeit, sondern die Auseinandersetzung mit der Wahrheit propagiert: „Lassen Sie uns also beim Namen nennen, was in Paris geschehen ist: ein widerlicher Angriff auf die Menschlichkeit, eine Attacke auf das, was freiheitlich-demokratische Kultur ausmacht.“


08.01.2015 / München, Michael Mädler, Stellv. Pressesprecher