Pressemitteilung vom 04.03.2015

Erweiterungs-Neubau des Landeskirchenamts eingeweiht

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat heute den Erweiterungs-Neubau des Landeskirchenamts der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern in der Münchner Katharina-von-Bora Straße 7 eingeweiht. 

In seiner Predigt erinnerte der Bischof an die christliche Verantwortung für die Schöpfung. Hier sei man mit gutem Beispiel vorangegangen und habe sich „für die zurzeit nachhaltigste und ökologisch sinnvollste Bauweise entschieden“. Damit setze die bayerische Landeskirche ein Zeichen dafür, „den Auftrag Gottes, seine Schöpfung zu bewahren, ernst nehmen“.

Bedford-Strohm mahnte, über den vielfältigen Verwaltungs- und Leitungstätigkeiten in den Gebäuden des Landeskirchenamts nicht „das große Ganze“ aus dem Blick zu verlieren. Das gemeinsame Ziel sei, „Menschen zu Gott einzuladen“ und ihnen von der „Freiheit zu erzählen, die Gott uns schenkt“.

Die Präsidentin der Landessynode, Annekathrin Preidel betonte in ihrem Grußwort, dass in der Kirche der Mensch im Mittelpunkt stehe. Darum entscheide sich die Frage, ob die Architektur geglückt sei, daran, „ob Menschen in ihr atmen und aufatmen können“. Als „genial“ bezeichnete sie das durchbrochene und gefaltete Stahldach des Neubaus. Dieses Dach sei die „Krönung des Neubaus, weil es sich in den Himmel hinein aufzulösen scheint“.

Mehr zum Thema

 

Zum Neubau:

Durch den Neubau wurden mehrere bislang im Stadtgebiet verstreute Dienststellen zusammengeführt. Das neue Verwaltungsgebäude hat fünf Obergeschosse und zwei Untergeschosse. Auf einer Gesamtfläche von 5700 m2 sind 90 Büroräume für über 100 Mitarbeitende, sowie Besprechungsräume entstanden. Im obersten Stock lädt die Mitarbeitercafeteria zur Pause ein, bei schönem Wetter steht die begrünte Dachterrasse zur Verfügung. Das neue Gebäude wurde bereits am letzten Januar-Wochenende bezogen.

Architektonische Besonderheiten sind die dreidimensional gefaltete Fassade sowie das aufwändig gefaltete Stahldach. Architekten waren Wolfgang Lorch und Thomas Wandel vom Büro Wandel-Hoefer-Lorch in Saarbrücken.

Das neue Gebäude erfüllt den Gold-Standard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen. Wesentlich dafür ist die Geothermienutzung, die sowohl zur Kühlung wie auch zur Heizung des Gebäudes dient. Im gesamten Gebäude wurden Niedrigstenergiekomponenten und nur ökologisch einwandfreie Materialien verbaut, die zum großen Teil aus der Region kommen. Fensterflächen und Fassadenflächen wurden bezüglich des Tageslichteintrags und des sommerlichen Wärmeschutzes optimiert. Im Gebäude stehen 30 Fahrradstellplätze zur Verfügung. Die künftigen Verbrauchskosten werden sich deutlich unter dem Durchschnitt anderer Bürobauten bewegen, auch wegen der konsequenten Nutzung von LED-Beleuchtung.

Kunstprojekt „Lichtwellen“

Eine künstlerische Lösung für die vier Torbereiche zwischen den Häusern gestaltete der Münchner Künstler Andreas Horlitz. Die Tore werden großflächig mit Spiegelgläsern belegt, die teilweise mit dem Motiv von Lichtwellen graviert sind. Die Tore werden am Tag der Einweihung noch nicht installiert sein – es sind jedoch Fotos und Muster verfügbar.

Die Kosten des Neubaus belaufen sich auf 19.250.000 Euro (brutto). Hinzu kommen 2,15 Mio Euro für die grundlegende Innensanierung des bestehenden Nachbargebäudes. Damit blieben die Gesamt-Projektkosten mit 21,4 Mio innerhalb des von der Synode im Jahr 2008 bewilligten maximalen Kostenrahmens von 22 Mio Euro.

Hinweis:
Zur Einweihung wurde eine 120-seitige Festschrift erstellt. Sie kann als pdf oder in der Printfassung bei der Pressestelle angefordert werden.

Darüber hinaus stehen hochauflösende Fotos vom Neubau (Außen- und Innenansichten), sowie vom Kunstprojekt zur Verfügung.

Bei Bedarf wenden Sie sich bitte an pressestelle@elkb.de oder telefonisch: 089 – 5595 – 552

 

 


04.03.2015 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher