Pressemitteilung vom 30.1.2015

Landgemeinden: Synodalpräsidentin ermutigt zu Vor-Ort-Lösungen

Die bayerische Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel hat die Kirchengemeinden auf dem Land ermutigt, das „Ruder vor Ort in die Hand“ zu nehmen und nicht auf Lösungen „von oben“ zu warten.

Preidel äußerte sich heute im Rahmen des „Alexandersbader Gesprächs“ im Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad.

Preidel beschrieb die Kirche im ländlichen Raum als einen „Acker, der bearbeitet werden will, wenn er nicht brach liegen, sondern blühen und Frucht bringen soll“. Konzepte, die auf wachsende Gemeinden und vielfältigere Angeboten setzten, gingen an der Realität von Landflucht und Geburtenrückgang vorbei.

Mehr zum Thema

Preidel empfiehlt Landgemeinden, nicht auf höhere Besucherzahlen bei Gemeindeveranstal-tungen zu setzen, sondern auf eine neue Qualität der Gemeindearbeit. Dafür seien Kreativität und Gestaltungsspielraum in den Dekanaten vor Ort gefragt. „Dabei werden wir keine einheitlichen Lösungen für den gesamten ländlichen Bereich finden“. Das sei auch gar nicht erstrebenswert, so Preidel, denn „die Räume sind unterschiedlich, die Menschen vor Ort und die Pfarrerinnen und Pfarrer auch“. Wichtig sei es, die Veränderungen als geistliche Herausforderung zu sehen und ihnen proaktiv zu begegnen.

Schon bei der Pfarrersausbildung sei es wichtig, den „Pioniergeist für den Pfarrdienst auf dem Land“ zu wecken, betonte Preidel. Doch erst im Miteinander aller kirchlicher Berufsgruppen und der ehrenamtlich Tätigen sei die Kirche Jesu Christi künftig zu gestalten.


30.01.2015 / Johannes Minkus, Pressesprecher