Pressemitteilung vom 28.7.2014

Synodalpräsidentin wendet sich gegen Religion der Gewalt, der Ausgrenzung und des Fanatismus

Die Präsidentin der bayerischen Landessynode Annekathrin Preidel hat sich heute mit deutlichen Worten gegen eine „Religion der Gewalt, der Ausgrenzung und des Fanatismus“ gewandt.

Im Rahmen einer Kundgebung für Religionsfreiheit vor dem Rathaus in Neumarkt (Opferpfalz) stellte sie klar, dass die Religion missbraucht werde, wenn im Namen der religiösen Wahrheit Andersgläubige verfolgt oder getötet werden. Aus christlicher Sicht, so Preidel weiter, sei die Wahrheit „der Friede, die Liebe und die Versöhnung“. Jesus, der Sohn Gottes, wurde selbst am Kreuz zum Opfer der Gewalt.

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Sie habe einen Traum, sagte Preidel. Den Traum, „dass Christen, Muslime und Juden eines Tages in den Staaten des Nahen und Mittleren Ostens so zusammenleben, dass sie einander nicht nach ihrer Religionszugehörigkeit beurteilen“, und dass „in der Wüste des Terrors“ einladende und inspirierende „Oasen des gelingenden interreligiösen Miteinanders entstehen“. Auch wenn dieser Traum noch unrealistisch sei, halte sie daran fest, so Preidel. Denn eines Tages werde sich die visionäre Kraft als stärker erweisen als die gegenwärtige Gewalt.

Am Ende rief sie den bedrängten Christen in aller Welt zu: „Wir schauen nicht weg! Wir stehen hinter euch! Wir leiden mit euch! Wir beten für euch!“


28.07.2014 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher