Pressemitteilung vom 2.4.2015

Hoffnung für Hoffnungslose - Osterpredigt des Landesbischofs in St. Matthäus, München

Die Auferstehung Jesu von den Toten lässt uns die Welt mit neuen Augen sehen, so Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm in seiner Osterpredigt heute in der Münchner St. Matthäuskirche.

Wer der biblischen Geschichte von der Auferstehung am Ostermorgen vertraue, könne neue Lebenshoffnung gewinnen.

Die Osterbotschaft sei in diesen Tagen insbesondere wichtig für die Menschen, die im Blick auf die Gewalt in Syrien, im Irak oder Nigeria „in den letzten Wochen und Monaten für den Frieden gebetet, gehofft und gestritten haben“ und erleben mussten, dass „die Gewalt nicht gestoppt, geschweige denn überwunden werden“ konnte. Da könnten schon Zweifel entstehen, „ob es überhaupt irgendeinen Sinn hat, sich für irgendwelche Ideale einzusetzen“.

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Demgegenüber habe Gott an Ostern „ein Ja zu seiner Schöpfung gesprochen, das durch keine menschliche Gewalt, durch keine Ignoranz, durch keine Verblendung mehr ausgelöscht werden kann“, betonte der Landesbischof. Die Wahrheit der Osterbotschaft lasse sich nicht durch DNA-Analysen von Grabtüchern beweisen. Die Wahrheit der Botschaft könne nur erleben, wer der Wahrheit der Botschaft vertraue und mit anderen Augen, mit „Osteraugen“, auf die Welt blicke, so Bedford-Strohm. Dann sei erkennbar, dass „Menschen überall in der Welt und ganz ohne Aufhebens einander beistehen und sich ganz einfach in Liebe begegnen“. Vielleicht sei Christus gerade dort wirksam „wo Menschen, die den Mut verlieren, plötzlich neue Hoffnung schöpfen“ oder sich „für die Überwindung der Gewalt einsetzen und damit Zeichen einer neuen Realität setzen“, so der bayerische Landesbischof.


02.04.2015 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher