Pressemitteilung vom 18.11.2014

Landesbischof kritisiert ungerechte Verteilung des Reichtums weltweit

Der Ratsvorsitzende der EKD und bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat heute in seiner Predigt zum Buß- und Bettag die Möglichkeit der Buße als etwas „Wunderbares“ bezeichnet.

„Buße schafft die Voraussetzung für Vergebung und deswegen öffnet sie die Tür in die Freiheit. Der Neuanfang wird möglich. Im persönlichen Leben und in der großen Politik“, sagte Bedford-Strohm in seiner Predigt in der Münchner St. Matthäuskirche.

Gleichzeitig rief der Landesbischof auf zur öffentlichen Buße über die ungleiche Verteilung des Reichtums weltweit. Als eine „traurige Realität“ bezeichnete es der Landesbischof, „dass jeden Tag viele tausend Menschen sterben, weil sie nicht die Nahrung und Medizin haben, die sie brauchen“.

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Menschen in armen Ländern bräuchten geschützte Märkte, um dort ihre eigenen Produkte verkaufen zu können. Bedford-Strohm kritisierte in diesem Zusammenhang die reichen Länder, die Handelspolitik „noch immer als Instrument der eigenen wirtschaftlichen Interessen“ verstünden.

Zwar habe niemand einen „Bauplan für eine Weltwirtschaft, in der alle in Würde leben können“, so der Landesbischof, allerdings könne der Buß- und Bettag dazu anregen, den „jetzigen Zustand nie und nimmer hinzunehmen“ und künftig alle Energien darauf zu richten, „dass nicht nur wir, sondern alle Menschen leben können“.

„Da kommt noch was“ ist das diesjährige Motto einer Aktion zum Buß- und Bettag, den die Evangelisch-Lutherische Kirche von Kurhessen-Waldeck und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern gemeinsam durchführen.

Mehr zur Aktion unter: www.busstag.de

Hinweis: Der Gottesdienst wird ab 10.00 Uhr live im Fernsehen von der ARD übertragen


19.11.2014 / Buß und Bettag, Landesbischof, EKD-Ratsvorsitzender, Heinrich Bedford-Strohm