Pressemitteilung vom 18.09.2014

Breit-Keßler erwartet kreative Ideen zur Verbesserung der Pflege

Münchner Regionalbischöfin bei Einweihung der neuen Räumlichkeiten des Gesundheits- und Pflegeministeriums.

Bei der Einweihung der neuen Räumlichkeiten des Bayerischen Gesundheits- und Pflegeministeriums am Münchner Haidenauplatz hat die Münchner Regionalbischöfin und Ständige Vertreterin des Landesbischofs, Susanne Breit-Keßler, heute daran erinnert, dass Deutschland weltweit eines der am besten ausgebauten Gesundheitssysteme habe.

Dennoch erhoffe sie vom Gesundheits- und Pflegeministerium „weitere kreative Ideen“, wie die Pflege auch zu Hause „erleichtert werden kann im Zusammenspiel von Familien und Pflegediensten, Arbeitgebern, Nachbarschaftshilfe, Kommunen und Kirchengemeinden“. Denn zur Aufgabe des Gesundheitsministeriums gehöre es, das solidarische Gesundheits- und Pflegewesen weiter „aufzubauen, zu erhalten und zukunftsfähig zu machen“.

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Breit-Keßler gestaltete gemeinsam mit Prälat Lorenz Wolf eine ökumenische Segensfeier im Rahmen der Einweihung. Ausdrücklich dankte Breit-Keßler der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml für ihre Ablehnung einer Legalisierung der aktiven Sterbehilfe.

„Wenn Menschen Angst vor dem Sterben haben, unter starken Schmerzen leiden und ihre Autonomie verlieren, dann kann es nicht die Antwort sein, ihnen Gift zur Verfügung zu stellen. Dann muss die Antwort sein, ihre Schmerzen zu lindern, ihre Angst mit ihnen zu tragen und bei ihnen zu bleiben.“

Darum trete sie ein für einen weiteren Ausbau der Palliativmedizin und Hospize, so Breit-Keßler. Nötig sei ein „starkes Netz aus medizinischer Versorgung, Seelsorge und sozialer Einbettung, das Menschen im Sterben trägt“.


18.09.2014 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher