Pressemitteilung vom 15.6.2015

Münchner Regionalbischöfin erinnert an NSU-Terroropfer

Vor zehn beziehungsweise 14 Jahren hat die NSU Terrorvereinigung in München zwei Männer ermordet, Theodoros Boulgarides und Habil Kılıç. Regionalbischöfin Breit-Keßler gedachte der Opfer.

Vor zehn beziehungsweise 14 Jahren wurden in München Theodoros Boulgarides und Habil Kılıç von der NSU Terrorvereinigung ermordet. Im Rahmen einer Gedenkfeier heute in der Münchner Salvatorkirche hat die Münchner Regionalbischöfin und Ständige Vertreterin des Landesbischofs Susanne Breit-Keßler dazu aufgerufen, weiterhin „die menschenverachtende Gesinnung der neuen Nazis beim Namen zu nennen, sie mit allen rechtlichen Mitteln zu bekämpfen und für eine offene und bunte Gesellschaft zu streiten.“

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„Nie wieder“ habe die Zivilgesellschaft nach dem Nazi-Terror des letzten Jahrhunderts gefordert. Trotzdem sei es möglich gewesen, dass in einem Zeitraum von sieben Jahren zehn Menschen rechtsextremer Gewalt zum Opfer fielen und die Täter nicht im rechtsextremen Milieu gesucht wurden. Jeder Mensch, ob „aus Griechenland, aus der Türkei, aus Syrien, Afghanistan oder aus Deutschland“ sei ein gleichermaßen von Gott geliebtes Kind. Darum blieben die beiden ermordeten Männer „geliebte Gottesgeschenke“. Breit-Keßler: „Mit Ihnen zusammen gedenken wir heute voller Respekt der beiden Männer“

15.06.2015 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher