Pressemitteilung vom 16.10.2014

Ideen entwickeln, Kreativität zulassen - Synodalpräsidentin wirbt für eine mutige Zukunftsplanung der Kirche

Für eine mutige Zukunftsplanung der Kirche hat sich die Präsidentin der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB), Annekathrin Preidel, gestern in Nürnberg ausgesprochen.

Die Verantwortlichen sollten den Mut haben, „nicht panisch auf rückläufige Zahlen beim Gottesdienstbesuch zu starren“, sondern „Denkräume der Phantasie und der Kreativität“ zulassen, um Weichen für die Zukunft der Kirche zu stellen. Zwar müsse man den demographischen Wandel im Blick behalten, trotzdem solle das Nachdenken über die Veränderungen in der Kirche nicht von der Logik des Rückgangs und Mangels geprägt sein, forderte die Präsidentin bei der Mitgliederversammlung des Diakonischen Werks Bayern.

Nicht, was der Kirche fehle, bewege zum Wandel, sondern was ihr geschenkt sei: „eine Gemeinschaft von begabten Menschen, die im Vertrauen auf Gott selbst die Potentiale ihrer Veränderung sind und von denen der Funke auf Andere überspringen kann“, erläuterte Preidel.

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Die Synodalpräsidentin unterstrich darüber hinaus die enge Verbindung von Kirche und Diakonie: „Diakonie und Kirche, Diakonie und Gemeinde gehören zusammen.“ Das hätten nicht zuletzt die 60 f.i.t-Projekte gezeigt, die in der ELKB durchgeführt werden. „f.i.t“ (fördern-initiativ werden-teilhaben) ist eine gemeinsame Initiative der bayerischen Landeskirche und des Diakonischen Werks Bayern.

Landesweit werden Projekte finanziert, die Alleinerziehenden, Jugendlichen, älteren Menschen und Migranten zugute kommen – durchgeführt jeweils gemeinsam von der örtlichen Kirchengemeinde und einer diakonischen Einrichtung.


15.10.2014 / München, Michael Mädler, stellv. Pressesprecher