Pressemitteilung vom 13.2.2015

„Die Gelassenheit des Glaubens bewahrt“

Am Freitag, 13. Februar, wurde Peter Weigang (65) als Leiter von Mission EineWelt in Neuendettelsau in den Ruhestand verabschiedet. Sieben Jahre hat er das ELKB-Partnerschaftszentrum geleitet.

Oberkirchenrat Michael Martin würdigte Weigands umfangreiche Tätigkeit in der Zusammenarbeit mit den 20 lutherischen Partnerkirchen der bayerischen Landeskirche weltweit verbunden mit der Leitung eines Amtes mit 120 Mitarbeitenden. Martin dankte Weigand im Namen der Kirchenleitung für seine Verlässlichkeit, Tatkraft und „gewinnende Freundlichkeit“. Weigand habe „auch in schwierigen beruflichen Verhandlungen“ die „Gelassenheit des Glaubens bewahrt“.

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Der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes, Martin Junge, würdigte Weigand als einen Menschen, der „sich empören“ könne über Ungerechtigkeit und Gewalt. Junge erinnerte an Weigands Dienst in Chile. Weigand sei es gelungen, die nach der Militärdiktatur gespaltenen lutherischen Kirchen im Gespräch miteinander zu halten. Damit habe er den Grundstein gelegt zur aktuell diskutierten Wiedervereinigung der lutherischen Kirchen.

Peter Weigand, gebürtiger Pforzheimer, begann seinen beruflichen Weg mit dem Theologiestudium in Neuendettelsau und Bochum. Er war Vikar und Pfarrer in der Nürnberger Emmaus-Gemeinde und anschließend zehn Jahre als Pfarrer in Brasilien und Chile. Es folgten Einsätze als Studienleiter des „Collegium Oecumenicum“ und Studentenpfarrer an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. 15 Jahre war Weigand tätig in Hannover als Oberkirchenrat bei der EKD in der Abteilung „Ökumene und Auslandsarbeit“ und übernahm schließlich 2008 die Leitung von Mission EineWelt.

 


18.02.2015 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher