Pressemitteilung vom 29.05.2020

Schnelle Hilfe für Partnerkirchen bei COVID-19-Notlagen

Für eine erste Soforthilfe bei Notlagen durch COVID-19 Infektionen in ihren weltweit 20 Partnerkirchen stellt die bayerische Landeskirche 100.000 Euro zur Verfügung

Damit können vor Ort Lebensmittel, medizinische Ausrüstung oder Hygienemaßnahmen bezahlt werden. 

 

Neben dieser Soforthilfe hat die bayrische Landeskirche weitere 500.000 Euro bereitgestellt, die die Partnerkirchen über das Genfer Hilfsbündnis ACT (Action of Churches Together) für Maßnahmen im Rahmen der Coronakrise abrufen können. Diesem Bündnis gehören 145 Kirchen und Organisationen aus aller Welt an.

Besonders gefährdet durch Ansteckung sind Menschen in den dicht bewohnten Flüchtlingslagern. Darum stellt die Landeskirche dem Lutherischen Weltbund 80.000 Euro für die Ersthilfe in Flüchtlingslagern in Lateinamerika, Afrika und im Nahen Osten zur Verfügung.

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Zusätzliche 330.000 Euro für die Partnerkirchen hat eine Aktion des Partnerschaftszentrums Mission EineWelt in Neuendettelsau erbracht. Dort hatte man im März zu einer Spendenaktion aufgerufen, um den Partnern bei medizinischen Maßnahmen, der Aufklärungs- und Präventionsarbeit, der Versorgung mit Lebensmitteln und beim Erhalt notwendiger kirchlicher Strukturen zu helfen. Bisher gingen 165.000 Euro an Spenden ein, die aus landeskirchlichen Haushaltsmitteln auf 330.000 Euro verdoppelt wurden.

Im Nordirak fördert die bayerische Landeskirche seit vielen Jahren Projekte zur Stabilisierung christlicher Familien und Gemeinden und leistet Nothilfe unabhängig von der Religionszugehörigkeit. Derzeit konzentrieren sich die Hilfsleistungen aus Bayern darauf, die sozialen Härten für die Menschen zu mildern.

Strenge Regeln für Abruf und Verwendung der Gelder gelten für deren zweckbestimmte Verwendung. Schließlich sollen die Gelder nicht dazu dienen, jetzt Strukturen zu stützen, die schon vor der Coronakrise in Schieflage geraten waren. Aus der engen Verbundenheit heraus, die sich in Zeiten der Corona-Pandemie nochmals verstärkt zeigt, wird deutlich, „dass schnelle Hilfe und ordentliche Nachweise auch in Krisenzeiten zusammen gehen können und müssen“ betont Oberkirchenrat Michael Martin, zuständiger Abteilungsleiter im Münchner Landeskirchenamt.

Partner, nicht Betreuer!

Das Verhältnis der bayerischen Landeskirche zu ihren 20 Partnerkirchen sei partnerschaftlich geprägt und „keine Einbahnstraße für finanzielle Unterstützung“, betont Michael Martin. Mitarbeitende im Partnerschaftszentrum Mission EineWelt berichteten während der Coronakrise immer wieder von Botschaften der Ermutigung und des Mitgefühls aus den Partnerkirchen. Vor kurzem schrieb eine Partnerorganisation aus China: „Unsere Herzen und Gedanken sind bei Euch!“


29.05.2020 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher