Pressemitteilung vom 28.12.2015

Deutschland steht vor Bewährungsprobe im Jahr 2016

Weihnachtspredigt des bayerischen Landesbischofs in der Münchner St. Matthäuskirche

Das neue Jahr 2016 werde „eine Bewährungsprobe“ für Deutschland sein, so der bayerische Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm heute in seiner Weihnachtspredigt in der Münchner St. Matthäuskirche. Zwar sei im Jahr 2015 bereits „Unglaubliches bewältigt“ worden durch die Aufnahme von 1 Million Flüchtlingen. Doch niemand wisse, wie sich die Lage mit den Flüchtlingen entwickeln werde. Viele Faktoren seien nur bedingt beeinflussbar. Eines sei klar, so Bedford-Strohm: Im kommenden Jahr „werden wir viel investieren müssen an Zeit und Geld, um die Menschen, die schon hier sind, zu integrieren und diejenigen, die noch kommen, weiter aufzunehmen“. Über der Hilfe für die Flüchtlinge dürften keinesfalls die Einheimischen in sozialen Notlagen vergessen werden, betonte der Landesbischof.

Mehr zum Thema

Die Weihnachtsbotschaft sei wichtiger denn je, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Denn weil an Weihnachten Gott selbst Mensch geworden ist, darum „begegnet uns Gott in unserem Bruder und unserer Schwester in Not“. Eine stärkere Quelle mitmenschlicher Empathie könne es nicht geben, sagte der Landesbischof.

Er wünsche sich „eine neue Glaubenskraft“ in Deutschland, dass „mit neuer Inbrunst“ gebetet werde und „eine neue Dankbarkeit für den Reichtum und den Segen, den Gott uns jeden Tag schenkt“, so Bedford-Strohm am Ende seiner Predigt.


28.12.2015 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher