Pressemitteilung vom 28.10.2016

Zu Höhenflügen der Hoffnung ansetzen!

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel
zum Reformationstag am 31. Oktober

Der Reformationstag am 31. Oktober 2016 bildet den Auftakt zum Reformationsjubiläumsjahr, das am 31. Oktober 2017 seinen Höhepunkt und Abschluss finden wird.

Für den bayerischen Landesbischof und EKD Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm sind die vielen Gottesdienste und Veranstaltungen, die schon jetzt im kommenden Jubiläumsjahr geplant sind, „ Gelegenheiten für unsere Kirche, neue geistliche Kraft zu gewinnen“. Die reformatorische Botschaft von der Freiheit eines Christenmenschen, so der Landesbischof, sei heute so aktuell wie damals. „Dass sie uns heute nicht mehr von unseren katholischen Geschwistern trennt, sondern uns mit ihnen verbindet, freut mich besonders. Wir werden in diesem Jubiläums- und Gedenkjahr gemeinsam die Kraft der Liebe Gottes bezeugen, die ihren Kern ausmacht.“

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Bedford-Strohm feiert am 31. Oktober um 15 Uhr den Reformationsgottesdienst in der Berliner St. Marienkirche gemeinsam mit dem Berliner Bischof Markus Dröge und der Reformationsbotschafterin der EKD, Margot Käßmann. In diesem Gottesdienst, live von der ARD übertragen, wird die diesjährige Luthermedaille an Kardinal Karl Lehmann verliehen. Der Gottesdienst findet zeitgleich mit dem Gottesdienst im schwedischen Lund statt, den Spitzenvertreter des Lutherischen Weltbundes und Papst Franziskus gemeinsam feiern. Die zeitliche Überschneidung ist für den bayerischen Landesbischof jedoch kein Drama. „Wir werden von Berlin aus voller Freude nach Lund winken“, sagt er.

In einer Kanzelrede heute in der Münchner Erlöserkirche betonte die Präsidentin der bayerischen Landessynode, Annekathrin Preidel, dass sich die Kirche immer wieder verändern und reformieren müsse. Weil Christus „der Rückenwind seiner Kirche ist, kann sie getrost in Richtung Zukunft gehen, auch wenn ihr der Wind der Veränderung noch so sehr ins Gesicht bläst und noch so sehr zu schaffen macht“, sagte Preidel. Sie wandte sich auch gegen Bedenken gegen zu viele Veränderungen in der Kirche. „Vielleicht kämen wir mitten ins Reich Gottes“, so Preidel, wenn „wir uns nicht als Kirche im Sinkflug begreifen, sondern zu Höhenflügen der Hoffnung ansetzen“ würden. Kritik äußerte Preidel an der „tiefen theologischen Hoffnungslosigkeit“ in der Kirche. „Wir treiben uns so lange den Mut aus, bis unser negatives Denken zur selbsterfüllenden Prophezeiung wird“.

Hinweis:
Der gerade erschienene 268 Seiten starke „Reiseführer“ zu ausgewählten Veranstaltungen im Reformationsjubiläumsjahr in Bayern ist erhältlich über das Büro der Reformationsdekade in Nürnberg (Telefon 0911 / 214 23 49, Email: reformationsdekade@elkb.de), oder als PDF-Fassung im Internet unter www.luther2017-bayern.de.


28.10.2016 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher