Pressemitteilung vom 21.07.2017

Kirchliche Statistik 2016: Austritte weiterhin rückläufig, Taufen erneut gestiegen

Ein gemischtes Bild vermittelt der Blick auf die statistischen Zahlen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) für das Jahr 2016, die jetzt vorliegen. Erfreulich ist die erneut gestiegene Zahl der Taufen:  von 21.800 Personen im Jahr 2015 auf 22.642 in 2016 (2014: 21.567). Leicht rückläufig sind die Zahlen für die Trauungen und Bestattungen: Kirchlich getraut wurden 5.602 Paare (2015: 5.660); die Zahl der Bestattungen reduzierte sich von 29.007 in 2015 auf 27.078  im vergangenen Jahr.

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Erfreulich ist auch der Rückgang  bei den  Kirchenaustritten: 2016 traten 22.694 Personen aus der Kirche aus, 2015 waren es 24.914, im Jahr 2014 28.401 Personen. Eingetreten in die ELKB sind im Jahr 2016 2.870 Personen (2015: 3.013, 2014: 3.054). Zum 31.12.2016 lebten 2.414.720 Evangelische in Bayern, rund 15.000 weniger als im Vorjahr (2015: 2.430.191, 2014:  2.456.140).

155.090 Personen haben sich  im vergangenen Jahr in der bayerischen Landeskirche ehrenamtlich engagiert (2015: 157.769).

Dazu der in der Kirchenleitung für Kirchengemeinden und Mitgliedschaftsfragen zuständige Oberkirchenrat Hans-Peter Hübner:  „Die Statistik unserer Landeskirche zeigt  gerade bei den Taufen eine erfreuliche Zunahme.  Auch wenn die Zahl der Austritte wiederum abgenommen ist, ist sie immer noch insbesondere gegenüber den Jahren vor 2014 (durchschnittlich 15-16.000) auf einem sehr hohen Niveau, zumal die Eintritte rückläufig sind.  Jeder einzelne Austritt ist für uns überaus schmerzhaft.  Die Tatsache, dass bei ständig wachsender Gesamtbevölkerung die Evangelischen im Freistaat Bayern  seit dem Jahr 2000 um etwa 300.000 weniger geworden sind, macht deutlich: die Zugehörigkeit zur Kirche verliert an Selbstverständlichkeit.  Umso mehr kommt es darauf, auf gemeindlicher wie auf landeskirchlicher Ebene die Kontakte zu den Gemeindegliedern, die keine regelmäßigen Kirchgänger sind,  ganz besonders aber zu jüngeren Menschen zu intensivieren und aktiv den besonderen Wert einer dauerhaften Mitgliedschaft in der Kirche zu vermitteln. Die guten Erfahrungen aus der Fundraising-Arbeit und der in einigen Dekanatsbezirken zu bestimmten Anlässen versandten „Kirchenpost“ können dafür genutzt werden.“


21.07.2017 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher