Pressemitteilung vom 21.04.2016

Bayerische Landeskirche Vorreiter bei der Berechnung von Ruhestandsbezügen

Der demografische Wandel macht auch vor den Mitarbeitenden der bayerischen Landeskirche nicht Halt. Man erwartet zukünftig steigende Zahlen bei Renteneintritten und darauf bereitet sich die bayerische Landeskirche mit einer modernisierten Anwendungssoftware für die Administration von Versorgungsempfängern vor.

Die bayerische Landeskirche entwickelt hierbei gemeinsam mit der Firma SAP auf Basis der SAP Versorgungsadministration (VADM) eine Standardsoftwarelösung, um die Ruhestandsbezüge von Pfarrern, Diakonen, Religionspädagogen und Kirchenbeamten auf einer gemeinsamen und durchgängigen Datenbasis ohne Unterbrechung des Verarbeitungsprozesses (medienbruchfrei) berechnen, festsetzen und auszahlen zu können. Damit nimmt die bayerische Landeskirche eine Vorreiterrolle im Bereich der evangelischen Kirchen in Deutschland ein. Für den Personalchef der bayerischen Landeskirche, Oberkirchenrat Helmut Völkel, ein „notwendiger Schritt hin zu einem voll integrierten Personalmanagementsystem“.

 

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Auch aus Sicht von SAP Deutschland ist das sog. „VADM–Projekt“ wichtig, um zeigen zu können, dass zusätzlich zur bereits eingeführten SAP Personaladministration und der SAP Personalabrechnung die SAP Versorgungsadministration auch bei kirchlichen Einrichtungen zu durchgängigen Mehrwertlösungen und einheitlichen Verarbeitungsprozessen (Standards) führen kann.

Bisher, so Projektleiter Robert Voglgsang, übertragen die Sachbearbeiter im Landeskirchenamt für Versorgungsauskünfte bzw. bei Ruhestandseintritt eines Pfarrers die gesamte Berufsbiographie aus der Personalakte manuell in eine gesonderte Tabellenkalkulation. Die dort errechneten Ruhestandsbezüge übernehmen sie dann in einen schriftlichen Bescheid, welcher dem Pfarrer sowie der Abrechnungsstelle zugesandt wird. In der Abrechnungsstelle werden diese Daten erneut manuell in ein Abrechnungssystem eingegeben.

Künftig wird es so sein: Nach Einführung der SAP Versorgungsadministration werden für alle Versorgungsempfänger die ruhegehaltfähigen Dienstzeiten im SAP System erfasst. Damit dienen sie sowohl als Bewertungsgrundlage für die Berechnung der Ruhestandsbezüge als auch als Grundlage für die zu bildenden Versorgungsrückstellungen. Das hat Vorteile für beide Seiten: Pfarrer, Diakone, Religionspädagogen und Kirchenbeamte können schneller Auskunft über ihre potentiellen Ruhestandszeiten und -bezüge erhalten. Die Kirchenleitung hat den Vorteil, künftig über eine konsolidierte Datengrundlage zu verfügen, wie hoch der finanzielle Aufwand für die zukünftigen Pensionen sein wird. Darüber hinaus wird der Verwaltungsaufwand erheblich entlastet, denn alle Personalsachbearbeitenden arbeiten auf derselben Datengrundlage in einem einheitlichen Computersystem.

 


21.04.2016 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher