Pressemitteilung vom 05.02.2018

Verleihung des Wilhelm Freiherr von Pechmann-Preises 2018

Bayerische Landeskirche würdigt herausragende Leistungen in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus

Am Donnerstag, 8. Februar, werden in der Münchner Erlöserkirche die diesjährigen Preisträger des Wilhelm Freiherr von Pechmann-Preises ausgezeichnet.

Mit diesem Preis würdigt die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern herausragende Leistungen in der Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus und der Rolle der Kirche in dieser Zeit.  Der Preis ist in diesem Jahr mit 15.500 Euro dotiert.

Gestiftet wurde der Preis zum Gedächtnis an Wilhelm Freiherr von Pechmann (1859-1948), den ersten gewählten Präsidenten der Evangelisch-Lutherischen Generalsynode in Bayern. Er war von Beruf Bankdirektor und bekleidete internationale Ehrenämter in Wirtschaft und Kirche. Von Pechmann war ein entschiedener Gegner des Nationalsozialismus. Der Preis ehrt seine Verdienste um Humanität, Christentum und Kirche sowie sein Eintreten für jüdische Mitbürger.

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Die Preisträger 2018 sind:

Preisträger in der Kategorie „Wissenschaft“ (je 3.000€)

Dr. Hans Rößler: Nationalsozialismus in der fränkischen Provinz. Neuendettelsau unterm Hakenkreuz. Neustadt/Aisch 2017.

Dr.  Rebecca Scherf: Evangelische Kirche und Konzentrationslager 1933 bis 1945. Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München.

 

in der Kategorie „Publizistik“ (je 3.000€)

Nancy Brandt: „‘Seine Kirche aber schwieg‘. Zum 75. Todestag des evangelischen Kirchenjuristen und NS-Opfers Martin Gauger“. Bayern 2. Evangelische Perspektiven. Ausstrahlung am 20. November 2016; und „Seine Kirche aber schwieg.“ Bayerisches Fernsehen. Stationen. Ausstrahlung am 16. November 2016.

Julia Fritzsche / Sebastian Dörfler: Das Pogrom von Hoyerswerda: Eine Reise in die Gegenwart. Bayern 2. Hörbild und Feature. Sendung vom 17. September 2016.

Monika Greier: Zwangssterilisation und das Verhalten der Gehörlosenseelsorge – Schritte zur Aufarbeitung. Die evangelische Gehörlosenseelsorge und das „Wort an die erbkranken evangelischen Taubstummen“ von 1936. Schuld und Verantwortung. In: Das Zeichen. Zeitschrift für Sprache und Kultur Gehörloser 105(2017), S. 6-18.

 

Sonderpreis in Höhe von 500 €

Maria Merz: Dr. Heinrich Maier – Ein Wiener Geistlicher im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Vorwissenschaftliche Arbeit. Klasse 8b, Döblinger Gymnasium Wien, Betreuerin: Ursula Pleschko. 12. Februar 2016.

 

Mitglieder der Jury des Wilhelm Freiherr von Pechmann-Preises:

Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, Vorsitzende

Präsidentin der Landessynode Dr. Annekathrin Preidel

Dekan Stefan Blumtritt, Augsburg, Mitglied der Landessynode

Stellv. Landrätin Christina Flauder, Kulmbach, Mitglied der Landessynode

Dr. Dieter Haack, Bundesminister a. D.

Prof. Dr. Harry Oelke, LMU München, Evang.-Theol. Fakultät

Prof. Dr. em. Wolfgang Sommer, Augustana-Hochschule Neuendettelsau


05.02.2018 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher